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AUSFLUG NACH ENGLAND.
seinem Heere von den Wellen des Rothen Meeres verschlungen wird". Dieses Gemälde istEigenthum des Herzogs von Sutlierland.
Ich habe von Danby den Entwurf zu einem Bilde gesehen, welches einen Maler darstellt,der die Sonne malt. Die von diesem abgebildete Sonne blendet ihn selbst und wirft einenzweiten Schatten. Es ist dieses eine beifsende, aber treffende Satire auf diejenigen Maler,welche allzu eifrig nach ergreifenden Wirkungen und nach Lichtglanz haschen.
§. 7. DECORATIONSMALER.
STANFIELD (CLARKSON), von dem schon bei den Landschaftern die Rede gewesenist, verdient unter den Decorationsmalern eine der ersten Stellen. Er hatte als solcher schoneinen grofsen Ruf, bevor er sich durch seine Staffeleigemälde berühmt machte.
„Nach Stanfield (der übrigens diese Malerei ganz aufgegeben hat) und nach Roberts, sindMx\RSHALL und GRIEVES zu nennen. Im vorigen Jahre wurde in einem Garten, genanntSurrey Zoological Gardens, eine sehr ungewöhnliche Decoration ausgeführt. Man versahnämlich ein natürliches Gewäfser, auf welchem Schiffe vor Anker lagen, mit einem gemal-ten Berg, und das entgegengesetzte Ufer des Sees mit gemalten kleinen Häusern und Dörfern.Der Berg bildete ein ungeheueres Gemälde, dessen ganzer Umrifs ausgeschnitten war, so dafser sich gehörig vom Himmel ablöste. Das Ganze stellte die Bucht von Neapel und den Ve-suv vor. Man sah es beim Tageslicht; es war zugleich ungewöhnlich und schön. Diese De-corafion war Stanfields Werk, und bewundernswürdig gemalt. Er hat auch Landschaften ge-macht, die einige Hundert Fufs lang waren, und den Blicken der Beschauer langsam vorüber-zogen. Stark zurückdrängende Vorgründe, die sich mit den Landschaften bewegten, und mitder Perspective der Gemälde zusammentrafen, bewirkten eine vollkommene Täuschung. Indieser Art hat Stanfield den ganzen Lauf des Rheins und ganz Venedig dargestellt. Auch dasTageslicht wechselte, und von der Morgenbelcuchtung ging es allmälig zu den letzten Strah-len der Sonne, und zum Mondlicht über. Er hat durch solche Darstellungen das Publikumvon London sogar übers Meer bis nach dem Morgenlande geführt, und demselben die ver-schiedenen Klimate, wenn nicht fühlbar, doch anschaulich gemacht" *.
§. 8. BLUMENMALER.BARTHOLOMEW (V.) gilt allgemein für den ersten Blumenmaler in England, und was ichvon ihm gesehen habe, macht diese Vorhebe des Publikums für seine Arbeiten begreiflich.Herr Waagen führt noch R. COLLS, R. BOLTON, J. LEETS als geschickte Blumenmaler an.
§. 9. AQUARELLMALER.Diese Malerei beschäftigt viele Künstler in England, und der Geschmack für dieselbe mufsdort sehr allgemein sein, da es sich sonst nicht erklären liefse, wie so viele und so theuereArbeiten dieser Art Käufer finden können. Ich bewundere das Talent und die Leichtigkeit,womit alle diese Aquarellen gemacht sind: doch finde ich im Allgemeinen, dafs in diesemFache, mehr noch als in der Ölmalerei, die Manier über die Einfachheit, über die Wahrheitund über das Naturstudium leider gesiegt hat. In vielen Landschaften bietet das Colorit einGemisch und eine Abstufung von Roth und von Gelb dar, wie es in der Natur nimmer vorkömmt.Die Scheu vor dem Kalten, Trockenen und Harten giebt noch keine Wärme, Anmuth und
* Diese Stelle ist von dem Verfafscr der mit X bezeichneten Anmerkungen.
III.