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AUSFLUG NACH ENGLAND.
sich des gröstcn Rufes erfreuen. Die Landschaften, die ich auf der Ausstellung des Jahres1838 von ihm sah, waren „die Mauer des Cicero bei Molo di Gaeta"; eine Ansicht der „Um-gegend von Rom"; eine Composition aus der „Umgegend von Ba'ia"; Ansicht des „Rheins";„Holländische Fahrzeuge, welche bei stürmischem Wetter auslaufen". Alle diese Gemäldesind eben so viele Beweise von Callcotts Verdienst. Dieser Künstler erinnert an die geschätz-testen Holländischen Meister; doch scheint bei seiner Landschaft von Ba'ia ihm Claude Lor-rain vorgeschwebt zu haben.
Ein in der British Institution ausgestelltes Gemälde von B. BARKER, welches in demVerzeichnisse unter der Benennung Landskape composition aufgeführt war, schien mir eineder schönsten von allen Landschaften der diesjährigen Ausstellungen.
GLOWER, von dessen Werken ich nichts kenne, ist mir als ausgezeichneter Landschaftergerühmt worden. Er malt in Öl und in Wafserfarben. Er hat die Malerei aufgegeben, umin Neuholland, wo er sich angekauft hat, seine Besitzung zu bewirtschaften.
Die Ausstellung der British Institution hatten auch zwei fremde Landschaftsmaler durchausgezeichnete Bilder bereichert. Gudin: sein „Fahrzeug in Noth", was ich schon in Parisund Berlin gesehen hatte; und Fearnley seinen „Norwegischen Wafserfall". Diese beiden Ge-mälde, in ihrer Art sehr verschieden von einander, sind meines Erachtens von keinem andernBilde dieser Ausstellung übertroffen worden.
§. 5. GENREMALER.
MULREADY (WILLIAM). „Die Welt ist ein Theater (All the world's a stage)", soheifst im Verzeichnis ein Gemälde der grofsen Ausstellung.
„Der Gegenstand dieses Bildes ist der bekannten Schilderung der sieben Altersstufen desMenschen nach Shakespear entnommen. Mulready ist als Gcnremaler sehr berühmt. Vonseiner erwähnenswerthen Composition „der Wolf und das Lamm (the wolf and the lamh)" istein sehr schöner Kupferstich erschienen. Die Stelle dieser beiden Thiere vertreten hier zweildeine Knaben, von welchen der stärkere den schwächeren schlagen will. Die Darstellungder Gcmüthsart der Knaben ist bewunderungswürdig."
„H. B. (nur an diesen beiden Buchstaben erkennt man den Verfertiger der in London ammeisten beliebten Karikaturen) hat die Anwendung hievon auf die Lords Brougham und Mel-bourne gemacht: Brougham ist der Wolf, und Melbourne, nach seinem Familienname Lamb,das Lamm. So sind viele andere Karikaturen von H. B. nichts weiter als Compositioncndieser Art, in welchen er politische Personen anbringt. Unter Mulready's Werken müssenwir noch den „Genesenden" anführen, welches Lord Northwick besitzt; und den „Theriaks-krämer", Eigenthum des Sir Matthew Ridley; Herr Scheepschenks, dem all the world's astage gehört, hat auch noch andere Bilder desselben Künstlers. Das letzte ist eins der be-deutendsten und besten, die er gemacht hat" *.
In der Sammlung des Herrn Vcrnon habe ich noch ein Bild eben dieses Meisters gesehen,welches „ein zu spät in die Schule kommendes Kind" darstellt. Die Köpfe fand ich gut ge-malt; weniger aber gefielen mir die Gewandungen.
COPE (C. W-). „Die Dorfschenke (Osteria di Campagna) 1 ', „der Landkutscher (velhira)",„die Mahlzeit des Reisenden (travellers repastj", „fufsreisende Deutsche Studenten (German
* Diese Stelle ist von dem Verfafser der mit dem Buchstaben X bezeichneten Anmerkungen.