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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH ENGLAND.

jedoch ungerecht sein; nur die Kunst allein leitet seine Wahl und seine künstlerische Thätigkeit.Seine schon erwähnten Gemälde in der Sammlung des Lords Northwick sind gute Beispieleseines Geschmacks und seiner Art zu malen."

DYCE (W.). „Maria mit dem Christkinde." In diesem Bilde glauhte ich löbliches Stre-ben nach dem Style Fra Bartolomeo's zu erblicken: jedoch hat mir der Ausdruck in den Ge-sichtern nicht gefallen. Am meisten finde ich an den Augen des Kindes auszusetzen.

EASTLAKE (CHARLES LOCK) nähert sich in der Wahl seiner Gegenstände dem Genre;er fafst sie aber als Geschichtsmaler auf, und behandelt sie auch auf diese Weise. Seine Be-scheidenheit leitet ihn bei der Wahl seiner Gegenstände, und das Eigentümliche, was ichin dieser Beziehung an seinen Arbeiten finde, trägt ganz das Gepräge seines Geistes, der sowie sein Colorit ihn mit Paris Bordonc verwandt macht; häufig finde ich sogar, dafs er sichin Betreff der Composition und selbst des Colorits aufscrordcntlich dem Giorgione nähert: in-dessen sind seine Farben nicht so kräftig und so tief. Die Kraft ist es überhaupt nicht, dieseine Künstlernatur auszeichnet: die Haupteigenschaften seines Talentes scheinen mir Gedan-kentiefe, Empfindsamkeit, Zartheit und gewifsenhafte Ausführung. Ich habe bei Herrn Mor-rison ein Gemälde von ihm gesehen, wonach er sich ganz beurlhcilen läfst; der Gegenstanddesselben ist „Franz Novello, Gebieter von Padua, mit seiner kranken Frau den Nachstellun-gen Visconti's entfliehend." Weniger genügte mir sein „Gaston von Foix, vor der Schlachtvon Ravenna", der sich auf der Ausstellung befand: indessen zeichnet sich auch dieses Bild biszu einem gewissen Punkte durch alle obgedachten Eigenschaften aus. Eastlakc verbindet Be-scheidenheit mit Erhebung des Gefühls; die Vereinigung dieser Eigenschaften bringt in der KunstErfolge hervor, wie sie das Talent allein nie zu erreichen vermag. Ich empfinde für Eastlakcals Künstler eine Zuneigung, welche seine Eigenschaften als Mensch noch lebhafter machen.

Wir werden die Werkstatt Eastlake's besuchen, und dann auf seine Werke und die Be-schaffenheit seines Talentes zurückkommen.

MACLISE (DANIEL). Die von ihm im Jahre 1S38 ausgestellten Gemälde waren: „Sal-vator Rosa, seinen Freund Massanicllo malend"; „Olivia und Sophie, mit den Vorbereitungenzur Abreise des Moses nach dem Jahrmarkt beschäftigt", Darstellung aus dem Landprediger vonWakefield. Beide Bilder haben wenig meinen Geschmack befriedigt; doch zeigen die WerkeMaclise's stets viel Talent und grofse Leichtigkeit. „Ein Jäger mit zwei Auerhähnen in derHand" und der „Edelknabe mit einem Paar Tauben." Diese beiden Bilder mit lebensgrofsenFiguren sind mit Keckheit gemalt. Die Abstufung der Farben schien mir zu schleunig, unddas Colorit zu grell. Dasselbe Urtheil fälle ich in Hinsicht der Farbe und der Ausführungüber „das fröhliche Weihnachtsfest im Hause des Barons." Sir William Sommerville besitztvon diesem Künstler ein grofses Gemälde mit einer Menge Figuren. Der Gegenstand ist demRitterthum entnommen. Die Feierlichkeit, welche hier dargestellt ist, hiefs das „Pfaucngc-lübde (Ihe vow of ihe peacocJc)": der Eid, welchen die Ritter bei gewissen Gelegenheitenauf einen Pfau leisteten. Das Bild ist voller geputzter Damen und gewappneter Ritter. Esist ein vollkommenes Muster der neueren Geschichtsmalerei in England. Es hat bei demEngfischen Publikum grofse Bewunderung erregt. „Das Zigeunerfest (ihe feast of ihe Gip-siesj", welches auf der Ausstellung des Britlischen Instituts zu sehen war, hat eben keinengünstigen Eindruck auf mich gemacht.

UWINS (T.). Sein Bild: „der Verweis (ihe Reproo/J", eine Darstellung der Ehebrecherin,zeugt von vielem Talent.

HI.

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