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AUSFLUG NACH BELGIEN.
man von ihm auf der Ausstellung in Brüssel die ,, Dambretspieler." Dieses Bild, voller Wahr-heit, Geschmack und Ausdruck, ist ausgezeichnet durch seine vollendete Ausführung und durchden ungemeinen Fleifs, welchen der Maler auf die Stoffe und auf die Möbel verwendet hat,womit der Saal geziert ist, in welchem die dem Spiele zuschauende Familie um den erleuch-teten Spieltisch steht. Dieser Künstler bedarf nur noch gröfserer Vervollkommnung im Zeich-nen, und mehr Abwechselung in seinen etwas eintönigen, wiewohl sehr zarten Farben, umeiner unsrer besten Genremaler zu werden. Dyckmans gehört unstreitig zu den vielverspre-chendsten jungen Zöglingen der Antwerpner Schule.
PEZ, aus Antwerpen, und TIUNIN, aus Mecheln, traten ebenfalls nach der National-Aus-stellung im Jahre 1833 auf: jener zuerst in Gent 1835, mit seinem „Herzog Alba bei der Be-lagerung von Dornic"; und dieser 1834 in Antwerpen, mit einem „jungen Mädchen, die den
Himmel um die Erhaltung ihrer Mutter anfleht.
Beide rechtfertigten durch ihre im Jahre 1836
in Brüssel ausgestellten Arbeiten die Erwartungen, welche jene Gemälde erregt hatten. VonPez sah man daselbst ein „Kartenspiel", ein im Styl und in der Weise De Bvacckclcers ge-maltes Bild; und von Hunin ein „Zimmer, in welchem ein junger Mann beschäftigt ist, einejunge Mutter, mit ihrem Kinde auf den Armen, zu zeichnen."
Wiewohl diese beiden Künstler ihre Laufbahn kaum erst betreten, so haben die trefflichenAnlagen, durch welche sie sich ausgezeichnet, doch schon die Aufmerksamkeit erregt.
SOMERS, aus Antwerpen, ist ein Schüler der Akademie daselbst. Seine zuerst im Jahre1833 in Brüssel ausgestellten Bilder waren: „eine innere Ansicht der Citadclle von Antwerpen",und „eine Milchhändlerin, die einem Greise Mich verkauft". Ein Jahr darauf gab er zurAusstellung in seiner Vaterstadt „einen Schänkwirth mit seinem Kinde", mit Schneecffect, und„einen Bänkelsänger auf dem Markte". Im Jahre 1835 erschien von ihm auf der Ausstellungin Gent: „eine Verloosung"; „die glückliche Familie", und „ein Inneres". Ein Jahr daraufzeigte er sich auf der Ausstellung in Brüssel mit vier Gemälden: „die Erwartung"; „ein Po-litiker"; „die Nebenbuhler", und „das in Brand stehende Erziehungshaus". Von allen die-sen Bildern sind „der Bänkelsänger" und „das brennende Erzielmngshaus" die vorzüglichsten.Das erste ist in Steindruck erschienen. Es ist eine Composition voller Wahrheit, sehr gut ge-zeichnet und von schöner Färbung. Alle die verschiedenen Gesichter der Volksmenge, welcheden Sänger umgiebt, und ihm mit gespannter Aufmerksamkeit zuhört, sind sehr ausdrucksvoll.Es offenbart sich darin eine scharfe Beobachtungsgabe. Das brennende Erziehungshaus ge-währt einen höchst anziehenden Anblick. Ein Haufe Schüler, einen ehrwürdigen Geistlichenumgebend, ist unter Anführung des Vorstehers der Anstalt den Flammen entronnen, welchedie Mauern derselben in der Ferne verzehren. Das ist der Gegenstand, den Somcrs sehr glück-lich dargestellt hat. Dieses Gemälde, von kräftiger Farbe, schöner Anordnung der Gruppenund guter Zeichnung, ist vortrefflich durch die Mannigfaltigkeit des Ausdrucks, welchen derKünstler einer jeden Figur erthcilt hat, je nach dem Eindrucke, welchen das unglückliche Er-eignis auf ihren Geist machen muste. Im Allgemeinen entwirft Somers mit vielem Geiste undgrofscr Leichtigkeit, und besitzt eine grofse Pinselfertigkeit. Seine ersten Leistungen verspre-chen einen ausgezeichneten Künstler, der schon im Zuge ist sich zu bilden.
Alle von uns bisher genannten Genremaler gehören, in Hinsicht der Zeichnung und Farbe,der neuen Bewegung an, welche in der Belgischen Schule durchgesetzt wurde.
Neben ihnen, aber auf einer ganz andern Bahn, erblicken wir De Coene, den wir obenschon namhaft gemacht haben, und De Nobele.
m.
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