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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH BELGIEN.

Gegenstände mit Unbefangenheit auf, und in der Ausführung strebt er nach der unglaublichenFeinheit, welche man an mehreren Holländischen Malern, namentlich an Metzu und Mieris,bewundert. In dieser letzten Hinsicht hat dieser Künstler es zu einer selbstgeschaffenen Eigen-thümlichkeit gebracht, die in gleichem Grade der Vollkommenheit zu erreichen, noch keinemunserer Maler dieses Faches gelungen ist.

KARL WAUTERS, geboren zu Boom in der Provinz Antwerpen, trat zuerst im Jahre 1833auf der Brüsseler Ausstellung mit einer historischen Composition auf. Der Gegenstand der-selben war: „Herzog Alba und sein Sohn Don Friedrich von Toledo weisen die Capitulationder Stadt Mecheln zurück, die nachher der Plünderung preisgegeben wurde" (1572). Die-ses Gemälde versprach viel, und berechtigte zu Hoffnungen, welche der Künstler auch baldin Erfüllung gehen liefs. Sein im folgenden Jahre in Antwerpen ausgestelltes Bild: „die Ab-fahrt des Christoph Columbus zur Entdeckung der neuen Welt", zeigte schon mehr eigenthüm-liche Behandlung, Geschicklichkeit und Verständnis. Im Jahre 1836 aber erschien er auf derNational-Ausstellung mit zwei Gemälden: „der Tod Mariens von Brabant" und „eine ausge-pfändete arme Familie", welche beide, zumal das letzte, diesem jungen Maler eine schöne Zu-kunft sicherten. Eben dieses Bild hatte schon in demselben Jahre auf der Pariser Ausstellunggrofsen Beifall gefunden. Ein Vater, eine Mutter, zwei Kinder und eine alte Frau, von denGerichten aus der von ihnen bewohnten ärmlichen Hütte vertrieben, stehen unentschlossen da.Es ist ein tiefrührendes Schauspiel, trefflich gefühlt und vollkommen dargestellt, ohne allebühnenhafte Übertreibung. Es liegt in diesem Werke eine Erhebung, die wir noch in keinerseiner historischen Darstellungen angetroffen haben; eine Poesie, wie sie keine seiner übrigenArbeiten in gleichem Maafse bewährt hat. Auch hat es im Brüsseler Saale am meisten Auf-merksamkeit erregt, und es erhebt Wauters zu unsern besten Künstlern, nächst den vorher-genannten Oberhäuptern.

EUGEN DE BLOCK, geboren zu Grammont, lernte zuerst bei Van Huffel in Gent, dannbei De Braekeleer in Antwerpen. Das erste Bild, welches er im Jahre 1833 in Brüssel aus-stellte, war eine „Schänke". In demselben Jahre und ein Jahr darauf stellte er dem Ver-eine der Kunstfreunde in Gent mehrere Bilder vor: „eine musikalische Unterhaltung"; „derBesuch des Grofsvaters"; „das Innere einer Schänke", und „die politischen Kannengiefser".Im Jahre 1836 erschien er auf der Ausstellung in Brüssel mit einem „ ländlichen Feste in derUmgegend von Antwerpen". Dieses durch Zeichnung, Übereinstimmung, leichte Pinselführung,Feinheit und Wahrheit des Ausdrucks ausgezeichnete Bild fand daselbst grofsen Beifall. DeBlock entwirft mit Leichtigkeit, zeichnet gut, und hat viel Farbe. Seine Auffassungsweisehält eine gewisse Mitte zwischen Teniers und Watteau; sie hat weder die gemeine Plattheitdes ersten, noch die wohlriechende Ziererei, welche man auf den meisten Bildern des letz-ten bemerkt. Jener war häufig bis zur Gemeinheit wahr; dieser putzte die Natur aus, sowie sein Freund Dorat es mit dem Gefühl und den Gedanken machte. De Block will we-der allzu wahr sein, noch zu wenig wahr. Er hält sich in der Wirklichkeit, sucht sie in-dessen zu erheben. In seinen Bildern aus dem Volksleben geht er nicht darauf aus, dieNatur darzustellen, sondern nur das wiederzugeben, was Natur ist; indem er den Grundsatzeines grofsen Dichters und zugleich grofsen Kritikers annimmt, und in der Malerei befolgt.De Blocks Farbe ist warm, und erinnert in seinen bessern Gemälden an Rembrandt, den erbesonders studiert zu haben scheint.

DYCKMANS, geboren zu Antwerpen, ist ein Schüler von Wappers. Im Jahre 1836 sah