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AUSFLUG NACH BELGIEN.
dieser, gab er die alte Geschichte für die vaterländische Geschichte auf, und ging dann zurGenremalerei über. Seine merkwürdigsten Werke sind: „die Übergabe von Brielle"; „derAdmiral Bois de Treslong beantwortet die Aufforderung des Grafen de Bossu zur Übergabeder Flotte"; „Christoph Columbus am Hofe Ferdinands und Isabellens, bei seiner Zurück-kunft von Amerika, im Jahre 1505"; Jacqueline von Baiern verzichtet auf ihre Staaten";. Franz Hals und Van Dyk"; „Hugo Grotius verlast das Gefängnis"; „Rubens führt den durchihn in Freiheit gesetzten Brouwer in die Arme seiner Gattin zurück"; „Christine, Königinvon Schweden, besucht Teniers in seiner Werkstatt"; „der Mönch als Arzt"; „die Räuber-familie"; „das Stelldichein"; „eine Ansicht von Neapel". Riquier hat Farbe, Zeichnung undeine treffliche Pinselführung. Er lebt gegenwärtig in Paris.
EEKHOUT, der sich im Haag niedergelassen hat, trat zuerst, im Jahre 1819, mit einemmythologischen Gegenstande auf: „Venus auf einem Ruhebette liegend". Seitdem hat er nurim historischen Genre und im Genre gearbeitet. Besonders hat er sich beflissen, das Lebender Fischer des Dorfes Scheweningen, beim Haag, darzustellen. Dergleichen Bilder von ihmsind: die „Fischer von Scheweningen"; die „Liebeserklärung eines Scheweninger Fischersan ein junges Mädchen;" die „Witwe des in den Fluten des Meeres umgekommenen Sche-weninger Fischers". Nächst diesen Werken Eekhouts, nennen wir noch seine „im Waldeverirrten Kinder"; seinen „Savoyarden mit einem Affen"; sein „Schützenkönigs-Fest"; seine„frölilichen Zecher am Tische vor einem Wirthshause"; und endlich eine „Scene aus demFeste der unschuldigen Kindlein".
Dieser Künstler ist ausgezeichnet durch ein harmonisches, zuweilen etwas weichliches Co-lorit, durch seine unbefangene Auffassung, durch den Reiz der Einzelnheiten, und durch dieWahrheit, womit er die Natur wiederzugeben weifs.
JOSEPH MOERENHOUT, geboren zu Eekeren bei Antwerpen, wohnt gegenwärtig im Haag,und malt Jagdstücke und Truppen auf den Haltplätzen.
Er ist guter Colorist, und hat eine treffliche Pinsclfertigkeit. Er zeichnet gut, besondersPferde.
ANTON VAN YSENDYCK, ansäfsig in Paris, ist Geschichts-, Genre- und Bildnismaler.Im Jahre 1823 stellte er in Gent das erste uns von ihm bekannt gewordene Gemälde aus:„Joseph, wie er seinem Vater und seinen Brüdern seine Träume auslegt". Im Jahre 1828 er-schien zu Antwerpen sein „Ecce homo". Zwei Jahre später sah man von ihm mehrere Ita-lienische Räuberscenen: Früchte seiner Studien im Lande der grofsen Maler, von welchen eretwas von dem strengen Ernste angenommen zu haben scheint, der vollkommen der hohenGeschichtsmalerei angemessen, aber nicht bei der Genremalerei an ihrer Stelle ist. Im Jahre1833 gab er zur Brüsseler Ausstellung ein Gemälde, benannt: „die Eifersucht", welches sichdurch viele schöne Eigenschaften auszeichnete. Sein Talent ist kraftvoll. Er fafst seinen Ge-genstand wolil auf, malt gut, und führt die Einzelnheiten vollkommen aus. Wäre ihm einVorwurf zu machen, so ist es, wie eben gesagt, sein getreues Festhalten an gewisse Gewohn-heiten der Schule; so ist es die Steifheit und der etwas theatralische Effekt, die man in vielenseiner Gemälde bemerkt.
VERSTAPPEN wohnt schon seit langer Zeit in Rom. Seine Werke sind fast nur alle inItalien verbreitet, wo dieser Künstler in grofsem Rufe steht. Nur wenige davon sieht man inBelgien. Auf der Brüsseler Ausstellung im Jahre 1836 war es uns vergönnt, zwei Landschaf-ten von ihm zu sehen, welches Fach er ausschliefslich bearbeitet. Die eine war eine „Ansicht
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