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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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§. I. DIE ÄLTERE KUNST.

I

m 13ten Jahrlmnderte, sagt Herr Van Hasselt, wurde die Belgische Kunst von der Byzantini-schen beherrscht und befruchtet. Er erinnert an die Maestrichtcr Maler jener Zeit, deren auchWolfram von Eschenbach in seinem Parcival gedenkt. Er spricht dann von einer Mecheln-sclien Schule, die um das Jahr 1450 150 Werkstätten zählte, und zu welcher Van Blandergehörte; von einem zu derselben Zeit in Antwerpen gestifteten Künstlervereine, und von einerLöwener Schule, aus welcher Thierry Stuerebont hervorging. Ebenfalls in der Mitte des 15tcnJahrhunderts führt er uns in Brügge die Van Eycks, welche die schon damals erlangte Be-rühmtheit bis auf den heuligen Tag bewahrt haben, und ihren Schüler Hcmmeling vor, dernicht weniger Lob eingeärntet hat. Die Rathhäuser in Brüssel und Löwen, so wie die Thurm-spitze des Doms von Antwerpen sind aus derselben Zeit, in welcher uns auch Rogicr von Brügge,Roger Van der Weydc und Hugo Van der Goes begegnen. Zu Anfang des 16ten Jahrhun-derts blühen schon Michael Coxis und Bernhard Van Orley, Beide Schüler Rafaels; QuintinMessis, von dem gesagt wird, dafs er im Jahre 1520 Albrccht Dürer zu einem von den Ant-werpner Malern demselben zu Ehren veranstalteten Gastmahle eingeführt habe; und Johannvon Mabüse, welcher lange Jahre in Italien und England gelebt hat.

Hier folgt eine wörtlich aus der Französischen Handschrift des Herrn Van Hasselt übersetzteSteUe:..............................

„Die Belgische Kunst, im 16ten Jahrhunderte, bietet ein ganz eigenthümliches und merk-würdiges Schauspiel dar: auf der einen Seite die Überlieferung der Van Eycks, welche mehrals einen Schüler dem hohen strahlenden Ruhme dieser Meister getreu erhalten hat; auf der an-dern Seite die Italienische Kunst mit vollen Fluten, in den Belgischen Strom sich ergiefsend.Hier stehen sich zwei Systeme gegenüber, die nach gegenseitigem Kampfe sich mit einanderverschmelzen. Aber wie bei jeder Verschmelzung verschiedenartiger Bestandttheile, so schwächteauch hier Eins das Andere."

Der Artikel über Belgien ist vom Herrn Van Hasselt. Er war in Verhältnis zu den übrigen Arti-keln über ausländische Kunst zu umfassend, so dafs ich ihn abkürzen muste, und dem Leser hier den§. 1. nur in gedrängtem Auszuge vorlege, das Folgende aber vollständig, weil es die „neuere Kunst",den eigentlichen Gegenstand meines Werkes, behandelt, und ich nicht den Muth hatte, eine mit soviel Wärme und zugleich mit so viel Wahrheit, Verstand und Gewissenhaftigkeit verfafste Darstellungzu verkürzen. Anmerkung des Verfafsers dieses Werkes.