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AUSFLUG NACH HOLLAND.
Ich bedauere, über jenes Schlachtstück aus meinem Gedächtnisse nichts Näheres mittheilenzu können. Es ist ein ansehnliches Werk, von schöner Wirkung. Ich mache mir Vorwürfe,dafs ich vor dem Bilde keine Bemerkungen aufgenommen habe.
DAS KÖNIGLICHE SCHLOSS, IM HAAG *.
DE BRAEKELEER aus Antwerpen. Ansicht der Citadelle von Antwerpen, unmittelbar nachihrer Einnahme. Im Vordergrunde sieht man Soldatengruppen. Abgesehen von dem geschicht-lichen Interesse der Darstellung, hat das Bild an sich eine grofse künstlerische Bedeutung.
PIENEMAN. Bildnisse des Generals Chasse und des SclmTscapitains Coopman.
KOEKKOEK. Ein Wald, 4 Fufs 8 Zoll breit, 5 Fufs 8 Zoll hoch; 1834. Ich habe in die-sem Bilde die Farben nicht grell gefunden, wie in einigen von jenen, die ich schon oben an-geführt habe. Es ist dieses, wie man mir gesagt hat, das schönste Werk des berühmten Künst-lers, und die Kenner im Haag halten es sogar für eins der schönsten, das je gemacht worden ist.
DAÜZATS; 1835. Der Brügger Dom. 5 Fufs hoch, 4 Fufs breit.
VAN DER HÜLST, Hofmaler. Bildnisse der Königlichen Familie. Die des Prinzen vonOranien und des Prinzen Friedrich sind sprechend ähnlich.
ROYER aus Brügge, Bildhauer. Er hat Marmorgruppen gemacht, welche Beifall gefundenhaben. Für Paul und Virginie hat er 3000 Gulden erhalten. Die Königin hat diese Gruppegekauft. Die Figuren haben ± Lcbensgröfse. Ich habe im Schlosse von ihm eine Büste DeRuyters gesehen. Auch hat er die von Rubens und Rembrandt gemacht.
Die Zeichnungen und Aquarellen der alten Holländer haben in jncinen Augen ein Verdienst,welches ich in gleichem Mafse nirgend, am wenigsten an den neueren Hervorbringungen die-ser Art erkenne. Dasselbe besteht darin, dafs sie nicht gekünstelt sind. In anderen Ländernsehen die Bleistiftzeichnungen wie Schönschrift, und die Aquarellen, wenn sie allzu keck ge-malt sind, nach gar nichts aus. Schotel, Schelfhout und verschiedene andre sehr ausgezeich-nete Holländer machen es ihren Vorgängern nach, und tlum, meine ich, recht wohl daran.So macht Schotel seine getuschten Skizzen; man kann nichts wahreres, geistreicheres und an-ziehenderes sehen, als seine in dieser Art skizzirten Seestücke.
Man hat mir gesagt, dafs mehrere Künstler hauptsächlich nur für Deutschland arbeiten. Un-ter diesen hat man mir genannt: VAN DE SANDE, VAN HO VE, BAKHUYZEN, Land-schafts- und Thiermaler; den Seemaler DREIBHOLZ, den man als den ersten Schüler Schoteisbetrachten kann; P. J. SCHOTEL, Sohn, Seemalcr und Professor an der Navigationsschulein Medemblyk.
Am 30. April 1838.