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AUSFLUG NACH HOLLAND.
und schien mir allerliebst; das andre stellt die Verteidigung von Haarlem dar. Schlachtge-mälde machen mir überhaupt wenig Vergnügen, und am wenigsten hat mir das ebengenanntegefallen. Je toller es in einem Bilde hergeht, desto' weniger begeistert es mich.
VENNEMANS in Antwerpen. Das Gemälde von ihm, welches ich in dieser Sammlung ge-sehen habe, zeugt von sehr sorgfältiger Ausführung
ungefähr
wie die alten NiederländischenBilder. Der Gegenstand gehört dem Genre, vornämlich der inneren Architekturmalerei an.
GEIRNAERT, in Gent, hat zu dieser Sammlung ein Bild voller Empfindung und von be-wundernswürdiger Ausführung geliefert: ein sterbendes Kind in den Armen der Mutter. DieseComposition enthält viele Figuren, und hat mir das Talent des Malers von einer überaus vor-
theilhaften Seite gezeigt.
Das Bild ist ungemein zart ausgeführt.
Gudin in Paris. Eine Ansicht von Boulogne, fast nur eine Skizze. Man sieht, dafs diesesBild keine Zusammenstellung von Studien ist, die der Künstler zu verschiedenen Zeiten undan verschiedenen Orten gemacht hat. Die Landschaft ist in ihrer Gcsammtwirkung mit be-wundernswürdiger Wahrheit aufgefafst worden, ganz anspruchslos und ohne alle Geziertheit.Es ist dies eine der besten Ilervorbringungen, die ich von diesem Künstler kenne. In man-chen anderen seiner Gemälde werde ich ein Sonnenlicht gewahr, das mehr ihm, als der Na-tur angehört. Ich möchte ihm manchmal mehr Einfachheit wünschen. Schotel ist im Ganzenverständiger; dagegen aber wiederum eintöniger und weniger anziehend.
EEKHOUT im Haag. Junge Mädchen in Waisenkleidern, und ein andres Genrebild. Daserste Gemälde vereinigt alle Arten von Verdienst in sich, und kann den besten Werken dergeschätztesten alten Maler dreist zur Seite gestellt werden: es hat mich entzückt; nie wird esmeinem Gedächtnisse entschwinden. Das andre gehört einer andern Ordnung an, und gleichtdenjenigen Gemälden, welche er in neuerer Zeit gemacht hat, und wovon ich einige Probenbei ihm gesehen habe. In jenem Bilde gleicht er den alten Holländischen, in diesem denFranzösischen Malern.
Ary Scheffer in Paris. Das Portrait einer Dame.
Die Sammlung des Herrn toe Lacr gewährt mir eine sehr angenehme Rückerinnerung. MeinGeschmack stimmt mit dem seinigen fast immer übercin; die Geziertheit ist uns Beiden zuwi-der; das Blendende läfst uns kalt, das Natürliche entzückt uns.
SAMMIUHC DES HERRN MEWDES VON £EON, IN AMSTERDAM.
SCHENDEL in Rotterdam. Ein Nachtstück, in Schalkens oder Gerhard Dows Manier.Dies Bild hier hat nur 2£ Fufs Länge auf 1\ Fufs Höhe, und ist mit 500 Gulden bezahltworden.
BREUKELAAR in Amsterdam. Er ist ein Schüler Krusemans. Das Bild zei°i uns densechzehnjährigen Van Speyk vor dem Grabmale De Ruyters. Ein liebliches Bild, 3 Fufs hochund 2| Fufs breit.
GOVAERTS in Brüssel (verstorben). Soldaten treten mit ihren Einquartierungszetteln inein Haus. Ein hübsches Bild. Die Werke dieses Malers werden selten, indem seine Familie,so oft sie nur kann, dieselben aufzukaufen sucht.
SIMON DE VLETTER in Amsterdam, Schüler von J. A. Kruseman. Heimkehr eines See-mannes. Das Talent dieses jungen Malers scheint sich glücklich entwickeln zu wollen.
A. DE LELIE von Amsterdam, todt seit einer Reihe von Jahren. Das Bild, welches sichvon ihm in dieser Sammlung befindet, stellt eine Frau vor, welche einen Kessel scheuert.