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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH HOLLAND.

Beweis, zu welcher Höhe der Sammlergeist sich steigern kann, der übrigens vielleicht in Hol-land gröfser ist, als in irgend einem andern Lande.

SAMMIUNa NEUER GEMÄLDE DES HERRN A. TOE LACH, IN AMSTERDAM.

REGEMORTER aus Antwerpen. Rembrandt, der den Kummer gehabt, seinen Affen ster-ben zu sehen, hat aus dem Gedächtnisse das Ebenbild desselben auf eine Leinwand gemalt,welche zu den Bildnissen einer Dame und eines Herrn bestimmt war. Regemorter hat nun zuseinem Gemälde den Augenblick gewählt, wo diese beiden Personen die ihnen auf der Lein-wand bestimmte Stelle von dem häfslichen Tliiere eingenommen sehen. Dieses hübsche Bildhat 4 Fufs Länge auf 3 Fufs Höhe, und hat 1000 Gulden Holl. gekostet. Es ist von einfa-cher und übereinstimmender Farbe, leicht gemalt, wahr und ungekünstelt; es hat etwas vonRembrandt und zugleich von Schcffer, und folglich für mich ein sehr grofses und zwiefachesVerdienst. Welch ein langer Zeitraum auch zwischen diesen beiden Malern liegen möge, so

denke ich sie nur doch gern beisammen.

Ich weifs recht gut,

dafs solche Vergleiche und

Zusammenstellungen nie vollkommen zutreffen können, aber auf diese Art prägen sich dieneuen Bilder meinem Gedächtnisse ein, und ich wiederhole, was ich schon so oft gesagt habe:ich will meine drei Bände keinesweges mit Axiomen anfüllen, sondern nur von meinen Ein-drücken Rechenschaft geben.

SCHELFHOUT, dessen wohlverdienter Ruhm ganz Holland erfüllt, hat auch zu dieser Samm-lung einige niedliche Bilder beigesteuert: eine Winlerlandschaft, eine Strandgegend, ein klei-nes Bild voller Wahrheit, und eine grofse bewundernswürdige Landschaft: Haarlcm, von denDünen aus gesehen.

KOEKKOEK. Dieser Maler hat seinen Wohnsitz in Kleve. Seine Bilder werden sehr ge-schätzt. Er giebt die Natur mit vieler Wahrheit wieder. Ich finde zuweilen seine grünenFarbentöne kalt und grell. Dieser Vorwurf möchte vielleicht ein Gemälde von ihm treffen,von welchem ich hier sprechen will. Es ist ein buschiger Wald, in welchem die Sonnen-strahlen durch die Zweige dringen: das Gelbe und Hellgrüne herrschen darin vor. Die Farbeist vielleicht wahr: aber fast möchte ich glauben, dafs in der Natur ein Geheimnis liegt, wel-ches dem Künstler entgangen ist; denn ich habe die feste Überzeugung, dafs in der Landschaftdie Wahrheit immerdar das Auge befriedigt. Vielleicht macht es die Nachbarschaft andererMalereien, oder die Gewohnheit, in andern Gemälden eine gewisse warme und herkömmlicheFärbung zu sehen, dafs ich gegen dieses Bild ungerecht bin. Keinesweges jedoch habe ichsolches an seiner Winterlandschaft zu tadeln, die in einem der Säle des Prinzen Wilhelm vonPreufsen in Berlin hängt. In diesem Bilde habe ich die Natur in ihrer ganzen Wahrheit be-wundern können, ohne dafs ich dabei einen auch nur im Geringsten ungünstigen Eindruckempfunden hätte.

OMMEGANCK. Dieser Künstler ist bereits vor etwa 18 Jahren verstorben. Seine Werkehaben vielleicht allzuviel Sfumato: aber auch alte Maler haben so gemalt, unter andern KarlDüjardin. Ommegancks Arbeiten werden sehr geschätzt. Das kleine Bild von ihm, welchesich bei Herrn toe Laer gesehen habe, stellt ein Schaf dar.

BRAEKELEER in Antwerpen. Ich habe in dieser Sammlung zwei Gemälde von ihm ge-sehen. Das Colorit dieses Künstlers scheint mir im Allgemeinen etwas erkünstelt zu sein,aber es gefällt. Von beiden Bildern hier gehört das eine ganz unzweifelhaft dem Genre an,

in.

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