BEILAGE A.
ÜBER DEN VORZUG DER CHRONOLOGISCHEN AUFSTELLUNG BEIGROSSEN KÖNIGLICHEN UND ÖFFENTLICHEN SAMMLUNGEN.
VOM PKOFESSOB WACH.
BGLEICH lange schon Kunsl-Galcrien bestehen, soist doch erst in der neuern Zeit das Princip überAufstellung von Werken der bildenden Kunst in der Art berichtigt und ent-schieden worden, dafs die chronologische Ordnung die einzige sei, welcheeinen Standpunkt anweist, von welchem aus es möglich wird, den Werthderselben, besonders bei gröfseren Sammlungen, zu schätzen.
Es ist unwiderleglich durch die Geschichte aller Zeiten und aller Völ-ker bewiesen, dafs die höchste Blüte der Bildung eines Volkes auchdurch die höchste Blüte ihrer Kunst bezeichnet wird.
Es ist bekannt, dafs Geschichtsforscher die Grade dieser Cultur ausden Graden der Kunstbildung deduciren und immer deducirt haben; —denn von den unscheinbaren einförmigen Hünen-Hügeln mit ihren rohenWaffen und Aschenkrügen, bis zu den Gräbern der Pharaonen, der Grie-chischen und Römischen Grofsen und Kaiser; von den einfachen Steinenmit dem Kreuz und dahin gehörigen symbolischen Zeichen, in den Kata-komben der ersten Christen, bis zu den grofsen Grab-Monumenten derKaiser und Päpste in Kathedralen und Familien-Begräbnissen, führt bis zuunseren Zeiten, schon diese Reihe von Grab-Monumenten allein, eineReihe von zeitgemäfsen Kunst-Epochen an uns vorüber, die einen tiefenund unzertrennlichen Zusammenhang mit den Stufen der geistigen Ent-
w ickelung der Nationen haben, und der sie hervorrufenden Zeit im engsten Sinne angehören
u nd sie bezeichnen.
in.
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