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ERGÄNZUNGEN.
So oft ich ein Scliornsches Kunstblatt in die Hand nehme, und so oftmir ein Ausstellungskatalog zu Gesichte kömmt, mufs ich bedauern, nichtalle Künstler angeführt zu haben, welche erwähnt zu werden verdienten.Unaufhörlich tauchen neue achtungswerthe Kunstjünger auf. — Ich lesebegeisterte Lobreden auf Maler, die mir nicht einmal dem Namen nachbekannt sind. Ich lese Bücheranzeigen, bald über die Malerei in einemLande, wo fast gar nicht gemalt wird, bald über Männer, die lediglichvon der Vaterlandsliebe ihrer Mitbürger als Künstler, oder wohl gar alsKunstreformatoren ausgerufen werden. So oft ich Ausstellungsverzeich-nisse von Karlsruhe, München, Düsseldorf, Berlin, Wien und allen übrigenDeutschen Städten lese, glaube ich über die Lückenhaftigkeit und über dieUngerechtigkeiten und unfreiwilligen Irrthümer, deren ich mich schuldiggemacht habe, Vorwürfe zu vernehmen. Ich verweise meine Leser auf dasNaglersche Künstlerlexikon, welches ungleich vollständiger ist, als meinBuch. Der Verfafser desselben hat aus allen Quellen geschöpft: ich aberhätte gern Alles selbst gesehen und nach eigener Ansicht beurtheilt . . .aber ich habe nun einmal nicht Alles gesehen, und also auch nicht immernach eigener Ansicht urtheilen können. Ich habe zuviel unternommen, umAlles ausführen zu können. Ich bitte daher die Kunstwelt und das Publi-kum um gütige Nachsicht. Ich hatte mir übrigens weit mehr die Aufgabegestellt, von der künstlerischen Bewegung der neueren Zeit ein Bild zuentwerfen, und den Charakter derselben zu bezeichnen, als dem Leser einvollständiges Namen- und Gemäldeverzeichnis in die Hände zu geben.
Schliefslich mufs ich noch bemerken, dafs die Französische Ausgabedieses dritten Bandes schon unter der Presse war, als der Tod S. M. desKönigs Friedrich Wilhelm III. eintrat, und dafs ich, zur Übereinstimmungbeider Ausgaben, in Betreff des Hochseligen Königs, Sr. jetztregierendenMajestät und des Prinzen von Preufsen K. H., die früheren Benennungenbeibehalten habe.