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ERGÄNZUNGEN.
NIELLO.
Der Hofjuwelier Wagner, der sich seit mehreren Jahren in Paris auf-hält, hat die Art von Goldschmiedsarbeit, welche in früheren Zeiten unterder Benennung »Niello « bekannt war, wiederum ins Leben gerufen. Denersten Anstofs zu diesen Versuchen hat der Königliche Rath im Ministe-rium des Innern und Chef der Abtheilung für Gewerbe, Herr Beuth, gege-ben und es an Aufmunterung nicht fehlen lafsen. Im Jahre 1825 trug er inöffentlicher Sitzung seine Gedanken über diesen Gegenstand vor. Preufsenverdankt Herrn Beuth auch viele andere Vortheile; er ist für Kunst- undGewerbfieifs der Heerd der Betriebsamkeit und Vervollkommnung.
Das Niello ist eine Art von Metallauftrag mit reliefartiger Verzierung inGold. Man wendet es bei Prunkgefäfsen, Dosen, Schatullen und anderenLuxusgegenständen an. Das Cinquecento ist vielleicht die Zeit, in welcherdie schönsten Arbeiten dieser Art angefertigt wurden; denn gewiss ist,dafs Benvenuto Cellini dieses Verfahren aus der Vergefsenheit hervorge-rufen, und ihm sein Talent gewidmet hat. Aber auch schon in weit frü-herer, selbst schon zu Dagoberts Zeit findet man Spuren davon. In Rufs-land haben die Nielloarbeiten nie aufgehört, und die Tulaer Fabriken ver-sehen ganz Europa damit: die Tulaer Dosen sind nichts anderes, aber inVergleich zu dem, was Cellini leistete, oder was aus der geschickten HandWagners kömmt, nur grob gearbeitet.