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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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NEUEREN KUNSTBESTREBUNGEN DER DEUTSCHEN.

Carlo Cignani, weil dessen Gegenstand ihnen zusagte. Ob diese Malerdas Sinnen und Trachten eines ehrenwerthen Zeitalters ausdrücken, odernicht, das fragten sie nicht, das suchten sie nicht eher, als nachdem Büriund andere Ankömmlinge aus Italien die neue Kunde ihnen zubrachten,welche denn freilich ihren Ansichten von den litter arischen Dingen entspra-chen, ihnen daher zusagen muste. Nur fragt es sich, ob aus der Art,wie sie den zugebrachten Stoff behandelten, nicht etwa für die Kunst, dieschon auf rechter Fährte war, einiger Nachtheil entstanden sei. Gewisskamen durch sie, hier eine süfsliche Schwärmerei, dort eine unächte, un-heimliche Mystik in Umlauf, welche die Fortentwickelung des schon Be-gonnenen nur gehemmt und gestört haben.

Das alles wohlerwogen, scheint es mir sehr gewagt, die ungemeine Reg-samkeit der neueren Deutschen Künstler aus litterarischen Anregungen ab-zuleiten. Hingegen liegt es nahe, anzunehmen, dafs derselbe poetischeGeist, der bis um das Jahr 1800 unter den Deutschen kräftiger sich ge-äufsert hatte, als bei den übrigen Völkern des Westens, aus welchem Grundees auch geschehen sei, eben damals für seine Beziehung ein neues Feldbedurft und aufgesucht habe.

Vielleicht hatte man die eben erreichbaren Gegenstände der poetischenBehandlung erschöpft: wahrscheinlich indess wiesen die Zeitverhältnisse,die Umsicht zu fordern schienen, jene freien, rücksichtslosen Ausbrücheunsers poetischen Geistes in Schranken zurück, innerhalb deren diese Artder Begeisterung nie fröhlich gedeiht. Unter allen Umständen kann jeneFülle von theils unentwickelt verwelkten, theils glücklich ausgebildetenTalenten, die meiner Zeit in den zeichnenden Künsten sich versucht underprobt haben, nicht wohl aus vereinzelten Anregungen der Litteratorenentstanden sein: wieviel dieselben dann in der Folge auch, seltener för-derlich, häufiger missleitend und störend, mögen auf sie eingewirkt haben.Die Analogie in den tieferen Grundlagen der früher mehr poetischen, jetztmehr künstlerischen Richtung unserer befseren Geister scheint ebenfalls

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