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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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ROM.

GMELIN hat in einem grofsen Landschaftsbilde die Küste von Castella-mare vorgestellt, etwas zu bunt und unruhig, wie uns scheint, denn wennauch jene zauberischen Gestade eine Pracht und Mannigfaltigkeit der Farbezeigen, an die man in unserm Norden kaum glauben mag, so ist dochAlles durch einen Schmelz und Duft in Verbindung gebracht, den man indiesem Bilde vermisst.

GRÜNER hatte schöne Zeichnungen nach Rafael gebracht.

HAUGK. Eine kleine Neapolitanische Landschaft.

HORNER, ein Schweizer; Aquarellmaler. Eine Felseninsel im Meeres-sturm; die Akropolis von Athen.

HOTENROTH. Sehr bunt, und entschieden nach falschem Effecte stre-bend, war seine Ansicht Pästums vom Meere. Ihm ist mehr Bestrebennach Wahrheit und Natürlichkeit der Farben und Formen zu wünschen.

VON HOYER, Bildhauer. Zwei Gypse, die neugierige Psyche und einfür die abgewendete Cholera dankendes Mädchen.

IHLE zeigt in seinem Bilde: Sara's Ankunft im Hause Tobiä, ein ern-stes Streben, das so sehr Noth thut; mehr Innigkeit und etwas Graziewird er sich wohl noch aneignen.

KOEBEL. Eine kleine Landschaft.

KRÜGER, Medailleur, hatte seine Leistungen ausgestellt, die ein glück-liches Auffafsen und Wiedergeben mittelalterlicher Kunsthervorbringungenaussprechen.

KÜCHLER*, der trefflich Portraits radiert, hatte sein eigenes wohlgelun-gen gemalt; ein Aquarellbild von ihm war von sehr zarter Ausführung.

LINDAU. In seiner Werkstatt waren meist Bilder Sächsischer Künstlerausgestellt. Ein Genrebild Lindau's erhielt ungeteilten Beifall: ein rothesTuch, über einen Korb geworfen, in welchem ein Kind schlief, hatte von

* Er ist eben beschäftigt, eine Sammlung von Bildnissen in Rom lebender Deutscher Künst-ler bekannt zu machen. Die Bildnisse, von vollkommener Ähnlichkeit, sind bewundernswür-dig gezeichnet.