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ROM.
gröste Marter aber gewährt der anhaltende Anblick der Regungslosigkeit.Hier liegen die beiden organischen Fehler des übrigens unübertrefflichenKunstwerkes. Die Familie erscheint als gerettet, und nur gerettet, umvon der nächsten Woge verschlungen zu werden — welch martervollerAnblick! Ferner, welchen Seelentrost kann uns der Tod einer, wegenihres Abfalls von Gott bestraften Menschheit geben? Quält uns erst ihreNoth, so müfsen wir diese doch zugleich als den Vollzug eines Urtheilsdes gerechten Gottes betrachten, und verlieren somit alle Theilnahme desHerzens und der Gesinnung. Jedermann erkennt, dafs diese Einsicht imVerhältnis zu der, mit welcher das ganze Werk ausgeführt ist, keinengrofsen Umfang hat, und doch bleibt ohne sie die letztere durchaus un-genügend.
Sein grofses Talent, Verständnis der natürlichen Bewegung, hat Kefselsin einer frühern Arbeit schon bewährt, in dem Diskuswerfer. Es ist die-ser eine nackte männliche Gestalt, im Begriffe, die Scheibe nach einembestimmten Ziele zu werfen. Der Moment ist der der Concentration allerKräfte auf den einzigen beabsichtigten Punkt, die That in dem Augenblickeder Geburt das eigentliche künstlerische Motiv. Die Bewegung ist vonhöchster Wahrheit und Lebendigkeit, die natürlichen Formen rein und mitgröstem Verständnis wiedergegeben.
Sehr gerühmt wird auch ein Christuskopf von Kefsels in einem Medail-lon, von dem ich indess keine Rechenschaft geben kann.
ANTON DRÄGER,Historienmaler,
aus Trier; starb unter vielen Leiden 1833 zu Rom. Er hat sich zuerst inDresden gebildet, ging aber im Jahre 1821 nach Italien, wo er bald eineneue eigenthümliche Richtung nahm. Nicht berufen zu bedeutenden hi-storischen Compositionen, aber begabt mit einem feinen Gefühle für die