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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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ROM.

ERNST MEIER,

ungefähr 40 Jahr alt, Israelit,

gleichfalls aus Altona, seit 1824 in Italien, nächst Krafft der bedeutendstedortige Deutsche Genremaler, nach der Voraussetzung nämlich, dafs Auf-fafsung des Volkslebens und wahrhaftige und individuelle Darstellung denWerth bestimmen. Seine Scenen sind sehr beliebt, und mehrere hat eröfters wiederholen müfsen. Er war lange Zeit in Neapel und Amalfi. Vonda her schreibt sich ein Bild, das er 1837 auf der Staffelei hatte. InAmalfi können die Fahrzeuge häufig nicht ganz ans Land gelangen; diePafsagiere werden sodann von den Schiffern herausgetragen. Der gewählteGegensatz, dafs der eine einen dicken Mönch, der andre ein artiges Land-mädchen durch die Wellen trägt, verbreitet Lust über die ohnehin heitereScene.

Seine beiden gelungensten und am häufigsten wiederholten Bilder besitztin erster Ausgabe Thorwaldsen; sie bilden Anfang und Ausgang einer Ge-schichte, entsprechen sich wenigstens vollkommen. In dieser Ordnung wol-len wir sie betrachten, obschon sie in entgegengesetzter entstanden sind.Es sind zwei Scenen aus dem Römischen Strafsenleben, und haben dieLiebschaft eines hübschen jungen Mädchens aus dem Gebirge zum Haupt-gegenstande.

Erstes Bild. Wir befinden uns nahe dem Forum Romanum an dem so-genannten Jlrco de' Pantdni, dem halbverschütteten Eingange vom Forumdes August neben den Trümmern des Tempels vom Mars Ultor. Vor eineroffenen Halle sitzt an einem durch seine Hinfälligkeit an seine vieljähri-gen Dienste mahnenden Tisch einer von den gewöhnlichen ScrwdnVs, diedie häuslichen und Herzens-Angelegenheiten des des Lesens und Schrei-bens unkundigen Volkes besorgen. Vor ihm steht ein junges, bildschö-nes Landmädchen, die sich, den Zeigefinger am Munde, nicht ohne einige

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