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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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ROM.

Rechten, und fafst hoch mit der Linken die welken Finger der Tänzerin,eines Mannes, dessen Handwerk über das seinige nicht erhaben zu seinscheint. Dieser hat einen gelben Weiberrock an, der sich an seine ma-geren Glieder und Kleider anlegt; ein blaues Tuch um den Kopf bedecktden Backenbart nicht, wie das grüne, kreuzweise über die Brust gebunden,ebenfalls Reize weder verhüllt, noch offenbart. Der halbaufgehobene Rockläfst die Beinkleider sehen. Wie anmuthig ernsthaft wirft er den Kopfzwischen den Schultern zurück, wie bewegen sich Ellenbogen und Finger-spitzen mit Grazie. Nun rechts dabei, den Takt tretend, der Kapell-meister, ein ganzes Orchester repräsentierend: ein dicker ausgepolsterterHerr in rothseidenem, freilich ziemlich durchgeschwitztem Fracke, violett-sammetenen Hosen, seidenen, jedoch mit Handschuhleder ausgeflicktenStrümpfen; den Tressenhut, die Hosen und Schuhe mit Koblstauden alsTroddeln und Schnallen verziert. Die ernsthafteste Miene zeugt vom Ge-fühle seiner Künstlerwürde; sein Instrument ist eine Violine eigener Art,einsaitig, wie sie leicht herzustellen war: ein Faden an einem Stücke Rohroben und unten befestigt und über eine Schweinsblase gezogen; den Fi-delbogen macht ein Seifensiederdrath, die Musik aber der Mann selber mitdem Munde und den aufgeblasenen Backen. In all diesen Gestalten er-warte man, trotz ihrer Lächerlichkeit und Übertreibung, keine Caricatur:der lebendige, wirkliche Mensch steht vor uns. Aufser uns nun ergötzensich noch Verschiedene an der Scene in unmittelbarer Nähe. Knaben kom-men heran in Lumpentracht, und tanzen mit: der eine stellt sich lebhaftvor, wie er mit seiner grofsen weifsen Mütze und der schwarzen Halb-maske ein hinlänglicher Pulcinella sei, und trägt ein kleines lustiges Büb-chen mit dem Tamburin auf den Schultern. Wie ganz anders benimmtsich dagegen der dumme Junge auf der andern Seite unter der Hausthür:die Hände in den kurzen Hosen, durch die das Hemd hervorbricht; seinesgrofsen Bruders Hut auf dem Kopfe, gleicht er einem lebendigen Nagel-bohr. Eine junge Frau, die ihr Kind tränkt, steht dabei, und sieht mit