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ROM.
über dem Eingange zum archäologischen Institute, mir keine von diesemKünstler bekannt geworden. Von den Bildnissen, die ich sah, zeichnen sichdie von Fea, Niebuhr, Bunsen, Thorwaldsen durch Naturwahrheit aus.
Ernstes Studium, sowohl der Antike, als der Natur, ist der hervortre-tende Zug in seinem Charakter; in allen Arbeiten herrscht jene wohlthuendeHarmonie, die nur dann eintritt, wenn keine zur Erschaffung eines Kunst-werkes nöthige Fähigkeit die andere überwiegt.
CATEL,
aus Berlin, Genre- und Landschaftsmaler, seit mehr als 25 Jahren in Romund Gutsbesitzer in der Mark bei Macerata, besitzt ein ungewöhnlichesTalent für Darstellung frappanter Natureffecte. Die Wirkung des Sonnen-lichtes auf der Meeresfläche, die Atmosphäre bei Sonnen-Auf- und Unter-gang , Contraste erleuchteter und überschatteter Gebirgsmassen u. s. w. ge-lingen ihm vorzüglich; weniger glücklich ist er in der Lösung historischerAufgaben, z. B. in dem Bilde Rudolfs von Habsburg, das man 1820 inBerlin sah. Ganz vorzüglich glänzend entwickelt sich sein Talent in zweiBildern: der glückliche und der unglückliche Schiffer, beide im Besitze desHerrn von Klenze in München: Sonnenschein und Sturm bilden die con-trastierenden Motive dazu. Seine Bilder, deren eine grofse Anzahl nachdem Norden Europa's gegangen, zeichnen sich im Allgemeinen durch eineleichte, sogar zuweilen flüchtige Behandlung, durch klare Färbung unddurch Anmuth der Anordnung aus, und sind sehr beliebt.
AUGUST KRAFFT, GENREMALER,
aus Altona; gestorben 1830 zu Rom.
Wenn der Gegenstand der Historienmalerei das Individuum ist, so istder der Genremalerei das Allgemeine; wie aber in jener, wenn sie ihre