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DEUTSCHE KUNST.
Eine sehr anmuthige Arbeit dieses Künstlers ist die dem PompejanischenWandgemälde nachgebildete Gruppe des von der Hirschkuh gesäugten Te-lephus, die inzwischen als Aufgabe für die Sculptur äufserst schwierig er-scheint, da sie sich nur von einigen Punkten gleich schön und deutlichausspricht. Das Thier leckt den Fufs des Kindes, das, auf einen Arm ge-stützt, mit der Rechten nach dem Euter fafst, für welches es schon denMund verlangend spitzt. (Eine Wiederholung stand, noch ohne Bestim-mung, im Jahre 1837 in des Künstlers Werkstatt.)
Amor mit den Attributen des Hercules, mit Keule und Löwenhaut, sprichteinen verständlichen Gedanken deutlich aus.
Für den Kronprinzen von Preufsen fertigte Wolff die Gruppe von Hebeund Ganymed, jetzt in Charlottenhof bei Potsdam.
Für einen Engländer, Mr. Richard Holt, fertigte er zwei Statuen in Le-bensgröfse, deren eine einen sich bewaffnenden Krieger, die andere einenJäger vorstellt, der seinen Hund, von dem man annehmen mufs, dafs erWild wittert, zurückhält.
Für Frau Gräfin Wielhorsky, geborne Prinzessin von Kurland, hat Wolffeine Thetis, mit den Waffen Achills auf einem Delphin sitzend, ausgeführt.Das Motiv scheint von dem Fragment einer antiken Statue genommen zusein, das sich im Belvedere des Vaticans befindet. (Eine Wiederholungstand 1837, ohne Bestimmung, in der Werkstatt.)
Eine Diana, die sich auf den Bogen stützt, kam in den Besitz des HerrnWladimir Davidoff in St. Petersburg, eine kleinere Wiederholung in dendes Herrn St. George in Frankfurt a. M.
Zu der öfter angegebenen Zeit hatte Wolff eine grofse Gruppe vollendet,der noch keine Bestimmung zuertheilt war: eine verwundete Amazone wirdvon einer Gefährtin unterstützt, welche, stehend, die entkräftet umgesun-kene hält. Zu den gelungensten seiner Werke zählt man die 1838 vollen-dete Psyche, die im Begriffe steht, die verhängnisvolle Büchse zu öffnen.
Reliefs sind, aufser dem erwähnten Denkmale Schadows und einem kleinen