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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DEUTSCHE KUNST.

Germania, ausgesprochen worden sind. Leicht wird man in diesem letz-tern die beiden Jungfrauen Pforrs vom Jahre 1808 wiedererkennen, diemit verschränkten Händen, Eine in der Andern Blicken ruhend und um-geben von allerhand symbolischen Zeichen (der Schlange der Ewigkeit,dem blanken, am Boden liegenden Schwerte, dem aufgelösten Schlüfsel-bunde, dem geöffneten Geldbeutel u. s. w.) neben einander am offenenFenster vor der aufgehenden Sonne sitzen.

Overbeck, Wintergerst in Düsseldorf und Schöff Sarasin in Frankfurtbesitzen mehrere Zeichnungen des genannten Künstlers.

KARL FOHR,

aus Heidelberg, ertrank, 22 Jahr alt, beim Baden in der Tiber bei Romim Jahre 1818. Er war, nachdem er sich zwei Jahr in München aufge-halten, nach Italien gegangen, wo sein Talent für das Landschaftliche volleNahrung fand. Der künstlerische Charakter dieses aufserordentlichen Men-schen ist schwer zu bestimmen. Stellt man seine Scenen aus dem tägli-chen Leben neben seine romantischen Compositionen, so glaubt man kaum,dafs beide von derselben Hand herrühren. Im höchsten Grade begeistertfür jene Romantik, welche nach beendigtem Freiheitskriege in der Dicht-kunst vornämlich durch Fouque vertreten wurde, hatte er sich mit Leibund Seele dem Studium des Ritterthumes hingegeben, und mit bewunderns-würdiger Geschicklichkeit in eine blofs erträumte Welt eingelebt. Jagden,Banquets und Abenteuer aller Art erschuf sich seine Phantasie, und dane-bener fafste sein Auge mit Feinheit und Sicherheit die charakteristischenZüge der Wirklichkeit, der Bauern und Kinder, Soldaten und Künstler u. s. w.Noch glänzender zeigte sich sein Talent bei der Landschaft, die er oft wahr-haft grofsartig, überall wenigstens höchst eigenthümlich behandelte. Dasbeste Werk in diesem Fache ist eine grofse Landschaft in Öl, dazu das Mo-tiv aus der Gegend von Rocca Canterana im Sabiner-Gebirge genommen

m.