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ROM.
V. Abtheilung. Schlacht des Civilis. Erstürmung der Römischen Lägeram Rhein. Eroberung der Flotte, die den Lägern Zufuhr brachte. Mit die-sem Relief beginnt ein fast ganz neuer Geist der Behandlung; sichtbarlebendiger wird die Darstellung, alle Verhältnisse werden ebenmäfsiger, dieFormen durchgebildeter.
VI. Abtheilung. Schlacht von Adrianopolis: die Gothen unter Fridigernbesiegen den Kaiser Valens.
VII. Abtheilung. Besitznahme von Italien durch Alarich. UnterwerfungRoms.
VIII. Abtheilung. Bekehrung der Deutschen Völker zum Christenthume;Bonifacius fällt die heilige Eiche, predigt das Evangelium, tauft die Hei-den. Das Ganze endigt mit einem Festschmause, wobei der Künstler sichmit seinen Gehülfen Schöpf und Pettrich in Portraitfiguren thätig darge-stellt hat.
Der Styl im Allgemeinen ist nicht antik zu nennen; namentlich im An-fange des Werkes sind die Verhältnisse der Gestalten sehr abweichend.Kurze Beine, kurze, breite Gesichter mit schwachem Kinne, breiten Ober-kiefern, struppigem Haare und dicken Schnauzbärten geben denselben einsehr individuelles Aussehen. Das Ganze indess bleibt eine höchst achtungs-werthe Arbeit, und wird an der Stelle, für die es bestimmt ist, dem Ge-danken des Königlichen Gründers der Walhalla, die Vorgeschichte Deutsch-lands zu bezeichnen, gewiss entsprechen.
Als Wagner dieses Werk im Jahre 1837 vollendet nach München brachte,gaben ihm die dortigen Künstler ein Fest, das sich durch Fröhlichkeit ganzbesonders auszeichnete, und an welchem der König, zum Zeichen seinergrofsen Achtung, persönlich Theil nahm.
Zu den übrigen Veteranen Deutscher Künstler in Rom gehören noch dieLandschaftsmaler CHRISTIAN REINHART aus Hof, Martin von Rhodenaus Kassel, und der Bildhauer Lotsch aus Baden.
Ersterer, ein rüstiger Greis von nun 78 Jahren, auch als Jäger in ganz