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sitzt und sich wenig um jenen kümmert, der munter ihm im Nacken sitzt.Zuletzt aber flieht er von dannen, und vergebens flehend streckt der Greisnach dem Flüchtigen die Hände aus. — Dieses Relief, ursprünglich füreine Vase bestimmt, wofür es ganz geeignet ist, wurde 1825 plan in Mar-mor ausgeführt, und ist nach England gekommen.
Zu den schönsten Compositionen Thorwaldsens gehören unstreitig dieDarstellungen aus dem Homer, namentlich Priamus im Zelte des Achilles(1815), eine Aufgabe, die ihn schon als Zögling der Kopenhagener Akade-mie beschäftigt hatte; und Achilles, dem man die Briseis wegführt, beidein Marmor, zufolge der Bestellung des Herzogs von Bedford, in Woburn-Abbey in England. — Auch die Darstellung Hektors, wie er den Paris zurSchlacht mahnt, gehört in die Reihe dieser Werke, durch die der Künst-ler sich auf überraschende Weise den Antiken genähert. — In neuesterZeit hat Thorwaldsen auch das von Carstens behandelte Thema aufgegrif-fen und Homer dargestellt, wie er dem Volke seine Gesänge vorträgt, in-zwischen nicht ganz die Unbefangenheit und Objectivität seines Vorgän-gers dabei eingehalten.
Wo Thorwaldsen blofs zu allegorisieren sucht, erscheint er weniger glück-lich; z. B. in dem Denkmale des Lord Maitland in Corfu, auf dem er Mi-nerven, wie sie, das Laster entschleiernd, die Unschuld in ihren Schutznimmt, abgebildet hat. Hier sind ungleiche Gröfsen addirt, und der ge-diegensten Kunst kann es nicht gelingen, solchen abstracten VorstellungenLeben und Klarheit zu geben. — Auch die Nemesis, eine Arbeit aus denletztverflofsenen Jahren, ist von zu künstlicher Allegorisierung nicht freizu sprechen. Sie steht, mit der Geifsel in der Hand, auf der Biga, anderen Speichen Mangel, Unglück, Glück und Überflufs zu lesen sind; vonden Rossen vor derselben ist eines der Gehorsam und folgt willig, dasandre der Ungehorsam und erfährt Zügel und Peitsche. Ein vorangehen-der Spürhund leitet auf die Spur des Verbrechens. Dem Wagen folgenzwei geflügelte Knaben, der eine mit dem Schwert als Strafe, der andre