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abgepackt worden. Knaben daneben wenden sich nach der Seite, wo derSiegeszug seinen Anfang nimmt.
Wie erwähnt, wurde dieses Relief zuerst für den Quirinal, jedoch nurals Entwurf ohne alle Studien in Gyps ausgeführt. Eine Ausführung inMarmor, von Napoleon bestellt, muste nach dessen Fall unterbleiben, bisGraf Sommariva sie unter günstigen Bedingungen sich für seine Villa amCorner-See aneignete. Zu gleicher Zeit muste Thorwaldsen eine mit Zu-sätzen bereicherte Wiederholung für das Schlofs Christiansburg in Däne-mark machen. Die ausführlichste Abbildung in Kupferstich lieferte Amslernach Zeichnungen von Overbeck*.
MYTHOLOGISCHE UND POETISCHE DARSTELLUNGEN.
Aus dem oben angeführten Grunde schleicht sich in die mythologischenDarstellungen Thorwaldsens hin und wieder ein moderner Zug ein, wiedie Venus mit dem Apfel, die Grazien, der Adonis etc. davon nicht ganzfreizusprechen sind. Am freiesten davon, ja soweit dies möglich, ganzfrei, ist der Mercurius, eine lebensgrofse, sitzende Statue vom Jahre 1818.Das Motiv ist aus der Fabel der lo genommen; der Künstler hat den Mo-ment gewählt, wo der Gott im Begriff steht, den ihm von Jupiter ertheil-ten Auftrag zu vollziehen, und wo Ende und Anfang der beiden Mittel,deren er sich zu seinem Zweck bedient, Flötenspiel und Schwertschlag,sich berühren. Durch ersteres hat er den hundertäugigen Argus einge-schläfert; die Bewegung der Linken zeigt, dafs er die Syrinx allmähligvom Munde weggenommen und sinken läfst, dafs Argus also schläft; mitder Rechten langt er nach dem unter seinem rechten Bein verborgenenSchwert, während der Kopf mit gespannter Aufmerksamkeit nach demSchlummernden gerichtet bleibt, der eben den Todesstreich empfangen soll.
* München, im Verlag der literarisch-artistischen Anstalt; Ladenpreis 24 Fl.