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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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HALBERSTADT.

IV.

HALBERSTADT.

KARL HASENPFLUG, aus Berlin, geboren 1802, lebte bis in seinem18ten Jahre im älterliclien Hause. Sein unwiderstehlicher Kunstsinn triebihn an, bei dem Decorationsmaler Gropius Arbeit zu suchen, dessen reich-haltige Sammlung architektonischer Zeichnungen in ihm den Geschmack fürdie Gothischen Denkmäler erweckte. Gönner bewirkten, dafs der König seinTalent keimen lernte. Der Monarch kaufte mehrere von seinen Ölgemälden.

Von nun an gab er die Decorationsmalerei auf, und ging zur Architek-turmalerei über. Herr von Quandt in Dresden besitzt eine seiner erstengrofsen Compositionen: ein alter Gothischer Dom bei Sonnenuntergang.Bald darauf zog ihn der Domherr von Ampach nach Halberstadt, um eineinnere x\nsicht des dortigen Doms zu malen. Seit zwölf Jahren wohnt erin Halberstadt. Nachdem er das Werk der Gebrüder Boisseree über denKölner Dom gesehen hatte, nahm er sich vor, von dieser prächtigen Kirchezwei Gemälde zu machen. Der Baron Spiegel vom Desenberg, der ihmwohlwollte, erleichterte ihm die Mittel dazu. Für denselben führte er die-ses bedeutende Werk aus, in welchem er den Dom darstellte, wie er aus-sehen würde, wenn er vollendet wäre. Es war kein Leichtes, den ur-sprünglichen Entwurf dieser Kirche aus dem, was nachher daran gemachtworden, herzustellen: indessen überwand er diese Schwierigkeit auf eineArt, welche sowohl von seinem Geschmack, als von seinen Kenntnissen inder Baukunst Zeugnis ablegte. Die innere Ansicht eben derselben Kircheist erst in der Zeichnung auf Leinwand vorhanden. Gewölbte Gänge, Go-thische Burgen, Klöster, Ruinen sind diejenigen Gegenstände, welche ervorzugsweise behandelt, und seine Arbeiten sind sehr beliebt. Er fafstdie Natur mit Wahrheit auf; seine Behandlung ist nicht leicht; seine Farbe