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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
Entstehung
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241
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WEIMAR.

Weimar vereint lebten, Wandgemälde ausführen zu lafsen. Diese Arbeitward im Jahre 1836 dem Maler BERNHARD NEHER übertragen.

Das Zimmer Schillers ist 16| Fufs hoch. Es hat 22 Fufs Länge und 18Fufs Tiefe. Die architektonische Eintheilung war bereits vorhanden; derKünstler muste sich darnach richten. Die gröfseren Gemälde sind Darstel-lungen aus Fiesco, Don Carlos, Wallenstein, der Braut von Messina, MariaStuart, der Jungfrau von Orleans und Wilhelm Teil. Über jedem dieser Ge-mälde hat der Künstler zwei kleinere Bilder angebracht, und sie mit demgröfseren Bilde durch Einfafsungen von Weinranken, Laubwerk, Maskenund Immergrün verbunden. Über den Thüren und Fenstern hat er bildlicheDarstellungen nach Schillers Balladen ausgeführt. Über der Blende mit derBüste des Dichters befindet sich eine allegorische Darstellung. SchmaleBanden enthalten ebenfalls Darstellungen aus anderen Werken Schillers.

Ich bedauere, diese eben (im Februar 1840) fertig gewordenen Wandge-mälde nicht gesehen zu haben; aber ich habe sie loben gehört, und meineMeinung von dem Talente des Künstlers läfst mich nicht zweifeln, dafs sievollkommen gelungen sind. Für diese bedeutende Arbeit sind demselben4200 Thaler gezahlt worden. Er ist seit dem Herbst 1836 damit beschäf-tigt gewesen, und der Maler Kögl, derselbe, der ihm bei Ausführung derWandgemälde am Isarthore in München geholfen, hat ihn auch hiebei un-terstützt.

Neher ist gegenwärtig mit den Vorarbeiten zur Göthe-Galerie beschäf-tigt, deren bauliche und decorative Anordnung Schinkel übernommen hat.Neher hat sich verbindlich gemacht, seine Arbeit binnen fünf Jahren zuvollenden.

Ich habe von dem in Weimar lebenden Landschaftsmaler PRELLER nichtsgesehen, aber ein bewährter Kunstrichter hat mir Folgendes über ihn mit-getheilt.

Prellers Ruf als geschickter Landschafter schreibt sich von seinem Auf-enthalte in Rom her; er hat sich denselben sowohl durch seine Studien