227
DRESDEN.
Neuerlich gesammelte weitere Nachrichten machen es mir zur Pflicht,mehrere in Dresden lebende Künstler anzuführen, deren in diesem Werkenoch nicht Erwähnung geschehen ist. (Ich schreibe dieses im April 1840.)
BAHR (J. K.). Auf der Berliner Ausstellung des Jahres 1839 sah manvon diesem Maler ein historisches Bild, welches nicht ohne Verdienst ist;es stellt Dante und Virgil vor dem Thore der Höllenstadt dar (nach derGöttlichen Komödie).
RICHTER (Ludwig). Dieser junge Künstler hat den Auftrag erhalten,an dem Vorhange des neuen Theaters in Dresden das Landschaftliche zumalen. Hübner malt den historischen Theil desselben. Hübner befindet sichgegenwärtig mit seinem Schwager Bendemann in dieser Stadt, und scheinthier sich gänzlich niederlafsen zu wollen.
HÄNLEIN, ungefähr 26 Jahr alt; er ist ein Schüler Schwanthalers, undein Bildhauer, der zu grofsen Erwartungen berechtigt. Er hat den Auftragerhalten, den äufsern Fries des neuen Theaters in Sandstein auszuführen.
EHRHARDT, aus Düsseldorf, dessen Name unter den Zöglingen der Düs-seldorfer Akademie verzeichnet steht, unterstützt jetzt Bendemann bei dengrofsen Arbeiten, welche diesem übertragen sind.
HAUSCHILD verdient als Maler von inneren Bauten und Ansichten vonStädten ehrenvolle Erwähnung.
Das Kunstblatt von Schorn (1838 No. 6.) macht uns in einem Aufsatzeüber die Ausstellung in Karlsruhe mit Malern aus Dresden bekannt, vonwelchen wir uns nicht erinnern, je etwas gesehen zu haben.
»LEYBOLD. Eine alte Burg und eine Gothische Kirche. Der Farben-ton in diesem Bilde ist ein kleinwenig zu braun; übrigens aber ist es einvortreffliches Werk.«
29*