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DRESDEN.
Er giebt eins von den tröstlichen Beispielen, wie eine gute Natur selbstunter ungünstigen Umständen ihre schönen Anlagen dennoch glücklich ent-wickelt. Er war der Sohn eines Finanz - Calculators in Dresden, wo er1799 geboren wurde. Mit Hülfe einer sehr geringen Unterstützung vonSeiten der Akademie in Dresden und durch ein kleines Capital, das er sicherspart hatte, ward es ihm möglich, im Jahre 1825 nach Italien zu reisen,von wo er 1826 nach seiner Vaterstadt zurückkehrte, um seinem früherenLehrer Vogel bei dessen Arbeiten in Pilnitz behülflich zu sein.
Der Sächsische Kunstverein beschäftigte sodann Pescheln einige Jahre,und liefs durch ihn mehrere lobenswerthe Gemälde ausführen, unter wel-chen besonders der Verkauf Josephs sich verdienten Beifall erwarb.
Der Doctor Härtel in Leipzig hatte ein schönes Haus in ItalienischemStyl erbaut, wozu der Architekt Hermann die Rifse entworfen. DiesesGebäude sollte auf eine würdige Weise mit Malereien in Fresco ausge-schmückt werden, wozu dieser warme Kunstfreund die Maler Genelli undPeschel dahin berief. Letzterer schmückte die Loggia des Hauses, in Ra-phaels Logenstyl mit Allegorien aus, welche sich auf die Jahreszeiten be-ziehen, wobei ihm seine Übung im Frescomalen sehr zu Statten kam, sodafs diese Arbeit ein sehr gelungenes Werk zu nennen ist. Gegenwärtigist Peschel beschäftigt, in Fresco einen Saal auszumalen in einem burg-artigen Gebäude, welches Herr von Quandt, auf einem seiner Güter, aufeinem Berge, genannt die Schöne Höhe, erbaut hat. Der Besitzer dieseskleinen Bergschlofses wählte zu Aufgaben für die Wandgemälde Romanzenvon Göthe, von welchen Peschel, im Jahre 1836, den König von Thule,den Sänger, und den Geistesgrufs, zur Zufriedenheit mancher Kunstfreundeausführte.