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Näcke, Vogel, Matthäi, Retzsch, Peschel und Hartmann gehören derneueren Kunst an.
"Wenig gekannt war NÄCKE bei seinen Lebzeiten, obgleich er es wohlverdiente. Er war sehr bescheiden; er malte ängstlich, auch hat er nurwenige Arbeiten der Nachwelt hinterlafsen. Erst nach seinem Tode erkannteman sein Verdienst, und wurden seine Werke mit Eifer aufgesucht.
Als seine Hauptgemälde werden genannt: bei Herrn von Quandt, die Hei-lige Elisabeth auf der Wartburg, wie sie Almosen an die Armen vertheilt,die Figuren ein Drittel Lebensgröfse; und bei dem Bürgermeister HerrnHübler, Gretchen mit Faust, ein Viertel Lebensgröfse. Die Heilige Eli-sabeth ist gewiss eine schöne und reiche Composition; wenn ich jedochNäcke's Talent weniger schätzte, so hätte ich vielleicht, vor diesem Bildestehend, gefunden, dafs er die Figuren und hauptsächlich die Frauengestal-ten zu Tode gemalt hat. Man sieht, wie er sich an diesen Gesichtern ab-gequält, um das Ideal der Sanftmuth, der Reinheit und der Religiosität bisauf's höchste zu steigern. Auch finde ich noch, dafs die rechte Seite desBildes vielleicht zu monoton, zu braun gehalten ist, die linke Seite abervor lauter Rosa -Tinten zu süfslich geworden, und das Ganze zu sehr fu-mato erscheint. Sehr lieb ist mir der Kupferstich nach diesem Bilde; ergiebt alles Schöne wieder, ohne das Peinliche zu enthalten.
Eine seiner ersten Arbeiten von Bedeutung ist Gretchen mit Faust, undvielleicht das Gelungenste; aber auch hier finde ich, wie bei der Elisa-beth, zwar minder auffallend, den Ton zu sanft, die Ausführung zu müh-sam. Wunderschön schienen mir, etwas im Hintergrunde, die zwei Frauenvon Mephistopheles geführt. Dieses Bild wurde durch das Herunterfallen vonder Staffelei beschädigt. Näcke wollte es weder ausbefsern lafsen, nochselbst vornehmen; erst nach seinem Tode ward es aus der Rumpelkammer