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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DRESDEN.

dürfte dies Lob zu freigebig finden. Man wünschte nur, seine Farbe wäredurchsichtiger; jedoch auch dieser Fehler ist vielen seiner besten Werkenicht vorzuwerfen. In meiner frühesten Jagend hat er mir Zeichen-Unter-richt ertheilt. Ich erinnere mich mit Freude der angenehmen Stunden, dieich mit dem alten, vortrefflichen, und doch grämlichen Kiengel verlebte.Oft kam er auf seinen besten Schüler WEHLE zu sprechen, dessen frühenTod er immer beklagte.

ZINGG, als Landschaftzeichner sehr bekannt, bildete viele Schüler. Esgab eine Zeit, wo seine Art, die Natur aufzufafsen und wiederzugeben, all-gemein bewundert wurde. Seine Manier (eine Manier war es im streng-sten Sinne des Wortes) glich jener der Franzosen Bourgeois und Cafsas,und war sehr verschieden von der Richtung, welche jetzt in diesem Fachein Frankreich und in England befolgt wird.

Ich kann die Zeichnungen Zinggs und seiner Nachahmer nicht rühmen:es mag wohl sein, dafs mein Geschmack von der Mode beherrscht wird.

Der Landschaftmaler MECHAU verdient hier ebenfalls angeführt zu wer-den. Er studierte in Italien, und eignete sich Ph. Hackerts Art zu malenan, den er aber im Sinne für Naturschönheit und zarte Färbung übertraf.

Den Ruhm der Dresdner Galerie erhöhen zu wollen, wäre ziemlich über-flüfsig, aber da diese Sammlung einmal die ganze Welt interessirt, so seies mir auch erlaubt, mein innigstes Mitgefühl für deren Erhaltung auszu-sprechen. Es scheint mir, dafs alle Palliative diese kostbare Sammlung vordem Ruin nicht schützen werden, und dafs solches nur dadurch geschehenkann, dafs die grofsen Räume im Winter erwärmt werden. Die Wärmebrauchte nur zwischen 4 und 10 Grad zu sein, und damit wäre dem Fleckig-werden und Schimmeln der Gemälde vorgebeugt. Dieser Zweck ist dochwohl nicht unerreichbar.

Auch noch über eins hätte ich mich mit Bezugnahme auf die Galerie aus-zusprechen. Ich habe nämlich dem Palmaroli vorwerfen hören, er habedie Bilder, welche ihm zur Restauration anvertraut worden, verdorben. Mit