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BILDHAUER.
Erscheinung hervorleuchtet. Er ist reizbar. Sein Blick und der ganze Aus-druck seines Gesichts ist voll Feuer und Anmuth.
Der Künstlerhochmuth hat manches Talent ertödtet: Rauch mufs frei da-von sein, denn noch ist sein Talent voller Lebenskraft; besitzt er ihn, soist es ein Stolz eigenthümlicher Art, indem er bei ihm weder Künstler-gröfse noch Liebenswürdigkeit ausschliefst.
Rauch selber bearbeitet den Marmor mit grofser Sorgfalt, Sauberkeit undGeschmack: während Thorwaldsen diese Arbeit fast nur seinen Schülernund Gehülfen überläfst. Schwanthaler läfst in der Ausarbeitung so viel zuwünschen übrig, dafs man an seinen Basreliefs oft nicht viel mehr alsUmrifse sieht, und an seinen Statuen Züge und Ausdruck zum Theil ver-wischt erscheinen.
SCHADOW (GOTTFRIED), AUS BERLIN; GEBOREN 1764.
Schon in seinem 20. Jahre ging er nach Rom, wo er in der Werkstattdes Bildhauers Trippel arbeitete. Bei der Preisbewerbung dl Palestra er-hielt er die goldne Medaille.
Bei seiner Heimkehr im Jahre 1788 ward er, an seines eben verstorbe-nen Lehrers Tafsaert * Stelle, Hofbildhauer. Er ist gegenwärtig Directorder Akademie der Künste in Berlin, und Mitglied der Akademien in Stock-holm, München, Kopenhagen, "Wien und Rom. Die Universität Berlin hatihn zum Doctor der Philosophie ernannt.
Zu seinen vornehmsten Arbeiten rechnet man das Standbild Friedrichsdes Grofsen zu Stettin, das Denkmal des Generals Tauentzien zu Breslau,die Standbilder des Generals Ziethen und des Fürsten Leopold von Dessau
* Unter Tafsaerts Werken hat man mir die Standbilder des Feldmarschalls Keith und desGenerals Seidlitz auf dem Wilhelmsplatze genannt. Auch fing Tafsaert das Grabmal des Gra-fen von der Mark an; das Denkmal ward aber von Schadow nach einem neuen Plane aus-geführt, und stellt in der Neustädtischen Kirche.
ui.
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