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BILDHAUER.
Der letzte und wichtigste aller Aufträge, die Rauch jemals empfangenhat, ist der ihm im Jahre 1839 vom Könige gegebene: das kolossale Rei-terbild Friedrichs des Grofsen. Das kleine Modell zu demselben sah manschon gegen Ende des Jahres 1839 in seiner Werkstatt, und Rauch arbei-tet seitdem mit der grösten Thätigkeit an dem grofsen Modelle.
Hier folgt das mir von Rauch selber mitgetheilte Verzeichnis seinerSchüler.
a) JULIUS TROSCHEL, aus Berlin; er kam im Jahre 1822 in RauchsWerkstatt, und ging vor drei Jahren nach Rom, wo er sich noch befindet.Er ist Rauchs ältester Schüler, und hat den grofsen Preis der Berliner Aka-demie der schönen Künste davongetragen.
b) FRANZ SANGUINETTI, aus Carrara, Er arbeitete in Rauchs Ate-lier von 1817 bis 1829.
c) HEINRICH BERGES, aus Berlin. Er befindet sich seit 1821 nochjetzt im Atelier. Im Jahre 1838 gab er eine kleine Marmorfigur zur Aus-stellung, die sich im Besitz des Königs befindet, und eine junge begei-sterte Harfnerin vorstellt.
d) THEODOR KALIDE, aus Gleiwitz in Schlesien, ebenfalls seit 1821und noch gegenwärtig in Rauchs Werkstatt. Auf der Ausstellung von 1838war von ihm ein junger Knabe mit einem Schwane, zu einem Springbrun-nen in Bronze bestimmt. Diese Gruppe gehört dem Könige.
e) A. KISS, aus Gleiwitz. Er kam im Jahre 1824 in Rauchs Werkstatt,wo er sich noch befindet. Die acht kleinen Gruppen zur Verzierung desSpringbrunnens im Hofe des Gewerbeinstituts sind nach einer ZeichnungSchinkels von Kifs ausgeführt. Auch sind von ihm die Basreliefs an und inder neuen Kirche zu Potsdam, und vor allen die kolossale Gruppe, an derer gegenwärtig arbeitet, und welche eine Amazone zu Pferde im Kampfe miteinem Tieger darstellt. Dies ist ein schönes und wegen seiner kolossalenGröfse höchst bedeutendes Werk. Beim Anblicke des ersten kleinen Mo-dells desselben fiel mir der Mangel an Styleinheit der drei Gegenstände
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