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GENREMALER.
XVII.
PISTORIUS (EDUARD), AUS BERLIN; GEBOREN 1796.
Er gehört zu den geschicktesten Genremalern, deren Ruf in Deutsch-land am meisten ausgebreitet ist. Von seinen zahlreichen Arbeiten ist mireins seiner frühesten Bilder in Netschers Art das liebste; es ist dasjenige,welches der Consul Wagner in Berlin besitzt, und eine Dame in weifsemAtlaskleide, von hinten gesehen, darstellt. Seitdem hat er eine andre Me-thode angenommen, und diese gefällt mir weniger.
Seine ersten Studien machte er in Berlin, wo er, nachdem er zuersteine Zeit lang Privatunterricht genofsen hatte, die Akademie besuchte. Ersetzte seine Studien während der Jahre 1818 und 1819 in Dresden fort, woer viel nach alten Meistern copierte. Um diese Zeit entschied er sich fürdie Genremalerei, von welcher er seitdem nicht abgegangen ist. Der Con-sul Wagner besitzt von ihm einen alten Mann, der sich wärmt, und einealte Frau, die Kaffee trinkt: beide gehören zu seinen frühesten Arbeiten.Im Jahre 1827 ging Pistorius über Düsseldorf nach Holland, wo er sichnicht lange aufhielt, nach Düsseldorf zurückkehrte, und dort fast vierJahre lang blieb. Daselbst führte er nun mehrere bedeutendere Werkeaus: das Kegelspiel; den buchstabirenden Knaben; eine Familienscene, woder Grofsvater etwas vorliest; eine Werkstatt, Eigenthum des ConsulsWagner; und an kleineren Gemälden: einen Besenbinder, und einen Trun-kenbold an einem Fafse sitzend, im Besitze des Königs. Im Jahre 1830kam Pistorius nach Berlin zurück, und malte hier: einen Sonntagnach-mittag, welches Bild der Kunstverein kaufte; die lustige Gesellschaft inder Schänke, Eigenthum des Herrn Jänisch in Hamburg; den kranken Esel,den sterbenden Esel, im Besitz des Herrn von Spiegel von Desenberg,und viele andere Bilder. In den im Jahre 1838 zur Ausstellung gegebenen
in.
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