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LANDSCHAFTSMALER.
IV.
BLECHEN (KARL), AUS KOTBUS; GEBOREN 1798.
Er kam im Jahre 1812 nach Berlin, um, gegen seine Neigung, in einemBanquierhause die Handlung zu erlernen. Seine Mufsestunden widmete erder Zeichenkunst. Im Jahre 1822 gab er den Handel auf, um ausschliefs-lich den Künsten zu leben; er besuchte deshalb die Akademie, machte meh-rere kleine Reisen, und bildete sich, ohne andere Lehrmeister, als die Na-tur und gute Vorbilder. Während der drei ersten Jahre des Bestehens desKönigsstädter Theaters, war er bei demselben als Decorationsmaler ange-stellt. Im Jahre 1827 ging er mit seinem Schüler Schlofser nach Italien,und hielt sich vierzehn Monate daselbst auf. Vor dieser Reise bestandenseine Arbeiten in verschiedenartigen Compositionen; die letzte war eineAnsicht des Müggelberges bei Köpnick; die Figuren stellen Semnonen* vor,die sich zum Kampfe gegen die Römer rüsten. Seit seiner Heimkehr ausItalien malt er fast nur Ansichten dieses Landes. Unter andern hat er ingrofsem Maafsstabe die Villa d'Este, und das Kloster von Assisi gemalt,und viele kleinere Bilder, von welchen eins der Königin von Holland ge-hört und Piferari darstellt, die bei Mondschein Musik machen. Im Jahre1832 bestellte der König für die Kaiserin von Rufsland bei ihm zwei in-nere Ansichten des Palmenhauses auf der Pfaueninsel, und dann noch einedritte; jede von diesen drei Ansichten ist aus einem andern Standpunkteaufgenommen. Ich habe sie auf der Ausstellung von 1834 gesehen, undihnen viel Lob ertheilen gehört. Im Jahre 1835 ging Blechen nach Paris,wo er sich jedoch nur wenige Wochen aufhielt. Nach seiner Zurückkunftmalte er eine Ansicht von Terni, mit Nymphen, die sich am Wafserfallbaden. Seitdem hat er nicht mehr gemalt. Schwermutli und Muthlosigkeit
* Eine Altgermaiiische Völkerschaft, Bewohner der Mark.
in.
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