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BERLIN.
IL
AHLBORN (WILHELM), GEGENWÄRTIG (1839) 43 JAHR ALT.
Auf jeder Ausstellung hat man bisher eine grofse Anzahl Arbeiten vonihm gesehen: Italienische oder Deutsehe Ansichten. Meines Erachtenswäre es zu wünschen, dafs dieser Künstler sich bemühte, der Natur ge-treuer zu bleiben, dafs man seinen Arbeiten mehr Studium ansähe, unddafs das praktische Geschick weniger vorherrschte. Immer aber verdientAhlborn, unter die Berühmtheiten der Landschaftsmalerei in Berlin gezähltzu werden. Wir haben schon im ersten Bande von ihm gesprochen, undmehrerer seiner Arbeiten rühmlich erwähnt.
III.
BIERMANN (EDUARD), AUS BERLIN; GEBOREN 1803.
Dieser Künstler hat sich in der letzten Zeit ein rosiges und falschesColorit angewöhnt, welches meinem Geschmacke wenig zusagt. In denSchweizer Ansichten, die Herr Wagner von ihm besitzt, fand ich das Co-lorit zu schwarz. Diesen Landschaften fehlt es, meiner Meinung nach,an Luftperspective. Dagegen verdienen seine Studien nach der Natur dasgröste Lob. Man begreift nicht, wie jemand, der die Gegenstände vor sei-nen Augen so gut aufzufafsen weifs, sich so weit von der Wahrheit ent-fernen kann, wenn er blofs sein Gedächtnis und seine Einbildungskraft be-fragt. Nichtsdestoweniger erfreut sich Biermann einer gewissen Berühmt-heit. Er ist ein tüchtiger Zeichner.
Durch seine Panoramen verdient er eine ausgezeichnete Stelle unter denKünstlern aller Länder; und wenn er sich auf die Decorationsmalerei legte,so würde er ohne Zweifel darin den grösten Erfolg haben.