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GESCHICHTSMALER.
genug. Wachs Bild scheint mir im Ganzen von höherem Style zu sein;dagegen ist bei Mazzolino die Farbe schöner. Bei beiden scheinen mirdie Hände nicht schön. Die Baulichkeiten und die Beiwerke finde ich beidem einen so gut, wie bei dem andern. Besonders finde ich in dem BildeWachs die ganze Architektur und die Landschaft auf eine ungemein dich-terische und edle Weise aufgefafst. Die Ausführung erhöht hier noch dasVerdienst der Composition.
Zu derselben Zeit hat Wach bedeutende Bildnisse gemalt, unter anderndas der Gräfin Dohna.
Im Jahre 1828 ward er zum Hofmaler, und 1829 zum Mitglied des akade-mischen Senats ernannt. 1831 erhielt er den Rothen Adlerorden 3. Klasse.Sein grofses Gemälde in der Werderschen Kirche, zu dem er 1828 den Car-ton anfing, ward erst im Jahre 1830 fertig. In dieser Zwischenzeit malteer noch verschiedene Portraits, unter andern die Bildnisse des PrinzenAugust von Preufsen, und des Doctors Wiebel. Um dieselbe Zeit zeichneteer auch das Diplom des Kunstvereins.
Das Gemälde in der Werderschen Kirche, wovon der Kupferstich sichim Bilderhefte dieses Bandes befindet, ist, meiner Meinung nach, Wachsbedeutendstes Werk; es ist dasjenige, in welchem ich das meiste Verdienstfinde, dessen Gegenstand der Natur seines Talents am meisten entspricht,und dasjenige Werk endlich, das ihn am besten kennzeichnet. Dieses Ge-mälde ist 20 Fufs lang und 8 Fufs breit. Es stellt die drei göttlichenTugenden dar, und ist von eben so hohem Styl, als reiner Zeichnung.
Diesem Werke folgten mehrere grofse historische Bilder: Amor und eineNymphe, Eigenthum des Consuls Wagner; die Heilige Familie, schon imI. Bande S. 56. erwähnt; und Judith, die im Jahre 1838 ausgestellt war;desgleichen mehrere Portraits, unter welchen das Bildnis der Tochter desHerrn von Savigny das ausgezeichneteste war. Es ist dieses Portrait viel-leicht eins der schönsten, die dieser Meister je gemalt hat, und war einewahre Zierde der Ausstellung von 1834; sowie es die Bildnisse der Prinzen