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BERLIN.
sie schwebt über dem Erdball, und trägt das Christuskind auf den Ar-men. Der erste Carton ist in einem Ölgemälde ausgeführt, welches derPrinzessin Friedrich der Niederlande von der Stadt Berlin dargebrachtwurde. In demselben sind die vier Figuren des ursprünglichen Entwurfs,welche die Schriftgelehrten und den Besieger Satans darstellen, weggelafsenworden.
Aufserdem hat Wach in Rom eine Reihe Zeichnungen nach Gemäldender alten Florentinischen Schule gemacht, die einigermaafsen den Gang be-zeichnen, welchen die Kunst vor und bis zu Raphael genommen hat, unddas Leben der Heiligen Elisabeth zum Gegenstande haben; sie wurden fürden Prinzen Wilhelm von Preufsen gemacht. Endlich entwarf Wach da-selbst noch eine Skizze zu einem Heiligen Abendmahle für die Garnison-kirche in Berlin.
In Florenz machte er eine vortreffliche Copie von Raphaels Ezechiel.Der Grofsherzog selbst war über das Vollendete dieser Copie so betroffen,dafs er auf der Stelle das Urbild mit einer starken Kette an die Wandbefestigen liefs. Zu derselben Zeit malte Wach das Bildnis einer Italieni-schen Bäuerin, welches die Gunst des Publikums in einem hohen Gradegewann, so dafs es häufig wiederholt wurde, und dessen Original demGrafen Eduard Raczynski gehört, der in der Nähe von Posen wohnt. Über-dies hat Wach aus Italien eine Menge Zeichnungen nach alten Meisternmitgebracht.
Als er im Jahre 1819 nach Berlin heimgekommen war, bestellte der Kö-nig bei ihm zwei grofse Gemälde für die Peter-Paulskirche in Moskau; daseine stellt die Auferstehung, das andre das Abendmahl dar. Ich bedaueresehr, diese beiden Gemälde, die zu den bedeutendsten Erzeugnissen diesesMeisters gehören, nicht zu kennen.
Im Jahre 1820 malte er die neun Musen an der Decke des Schauspiel-hauses.