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GESCHICHTSMALER.
WACH (WILHELM), AUS BERLIN; GEBOREN 1787.
WACH.
Geschnitten von Wrigut und Folkard in London.
Wach ist der Sohn eines Oberauditeurs und Kriegsraths. Seit seiner Kind-heit zeigte er Sinn für die Kunst. Der Professor Kretschmar war sein er-ster Lehrmeister. Er hat auch die Akademie besucht, und sobald man mitAVach bekannt wird, überzeugt man sich, dafs er keins der Studien ver-nachläfsigt hat, die zur Grundlage einer tüchtigen Künstlerausbildung er-forderlich sind. Perspective, Anatomie, Mythologie, Geschichte und Lite-ratur haben seinen Fleifs abwechselnd beschäftigt. Sein Geist ist gebildet.Er besitzt Zartgefühl und Edelmuth. Sein empfindliches Gemüth wirkt vor-theilhaft auf sein Talent, aber es giebt ihm auch zu leiden, und es stei-gert seinen Wetteifer. Der Fleifs und die Sorgfalt, die er auf die Vollen-dung seiner Arbeiten verwendet, tragen oft das Gepräge peinlicher Durch-führung: Spuren davon zeigen sich in vielen seiner Werke. Gerade dieserWille, einen Ausdruck festzuhalten, eine Gesichtsbewegung, ein Lächeln,eine zarte Gemüthsregung deutlich wiederzugeben, verleitet ihn häufig zuübermäfsiger Modellirung seiner Gesichter und überhaupt des Nackten und