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GESCHICHTSMALER.
Vor diesem Gemälde hatte er ein anderes gemalt, vorstellend eine Prin-zessin mit ihrem Jagdgefolge, eingefafst von Arabesken, die auf diese Dar-stellung Bezug haben. Er hat dafselbe mit einigen Veränderungen, für diePrinzessin Wilhelm von Preufsen, Schwägerin des Königs, wiederholt.
Im Jahre 1834 malte er für den Kunstverein Karl den Grofsen beimKohlenbrenner.
Es würde zu weitläuftig sein, alle Werke dieses fruchtbaren Künstlersanzuführen. Um eine leichte Pinselführung hat er sich nie bemüht; seineZeichnung ist sehr bestimmt; sein Colorit conventionel; seine Compositio-nen sind reich. Seine Bilder erinnern durch Farbe, Anordnung und Zeich-nung an die Miniaturen des Mittelalters. Von Kopf bis zu Fufs gewapp-nete Helden in Scharlachmänteln, mit Helmen bedeckt, oder bekränzt; sichtummelnde Rosse; schöne Prinzessinnen auf reichgezäumten Zeltern; Fal-ken, Pagen, Knappen, grofses Staatsgefolge: dies sind die Gegenstände,die seinen natürlichen Anlagen besonders zusagen; seine Landschaften undBaulichkeiten haben gleichen Styl mit seinen Figuren.
Von seinen Schülern hat er mir genannt:
L. Langbein, Landschafter.
H. Stilke, Geschichtsmaler.
F. Bouterweck, desgleichen.
Chr. Grothe, Genremaler.
A. Eybel, Geschichtsmaler.
A. Karst, Geschichts- und Landschaftsmaler.
Kolbe hat unter allen Deutschen Malern vielleicht zuerst den romanti-schen Weg eingeschlagen.