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BERLIN.XXII.
KARING (G. R.), AUS RIGA; GEBOREN 1807.
Sein Gemälde, das Kind eines Ritters darstellend, welches einen Degenaus der Scheide zu ziehen versucht, während der Knappe ihn daran hin-dern und die Waffe zurückhalten will, ist vom Publicum günstig beurtheilt,und für den Senator Jänisch in Hamburg angekauft worden. Ein zweitesBild stellte Heinrich den Vogelfänger in dem Augenblicke dar, wo ihm dieDeutsche Königskrone angeboten wird. Jetzt malt er Peter den Grofsen inder Tracht eines Schiffszimmermanns neben dem Rumpf eines im Bau be-griffenen Schiffs. Mit diesem Gemälde will er sich um den DemidoffschenPreis bewerben.
Karing ist ein Schüler Hensels, in dessen Werkstatt er vorgenannte Bil-der gemalt hat.
XXIII.
KASELOWSKY (AUGUST), AUS POTSDAM; GEBOREN 1810.
Er ist ein Schüler Hensels, und hat bei der Preisbewerbung im Jahre1836 den Preis davon getragen; welchem Erfolge er die wohlverdienteUnterstützung zu einem dreijährigen Aufenthalte in Italien und in Parisverdankt. Dasjenige seiner Werke, welches die meisten Bewunderer ge-funden hat, gehört dem Fräulein von Waidenburg, und stellt einen Rit-ter mit seiner Schönen vor, die sich im Schilde des Kriegers spiegelt undihr Haar ordnet; Kniestück in Lebensgröfse. Dies Bild ist zweimal litho-graphirt worden. Der Gegenstand ist einer von jenen, vor welchen dieMehrzahl der Beschauer zeigen kann, dafs sie Zartgefühl, Verständnis und