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GESCHICHTSMALER.
eine tiefe und innige Religiosität zeigt. Beide Maler sind liebenswürdigund anmuthig; beide haben Geschmack, und sind glücklich in der Erfin-dung. Hopfgarten müste sich in Altargemälden versuchen. Ich bin über-zeugt, er würde vortreffliche liefern. Seine Zeichnung ist genau, und seineUmrifse sind es vielleicht etwas zu sehr; woher es kömmt, dafs seine Fi-guren zuweilen wie ausgeschnitten aussehen. Die Farben in seinen Ge-mälden sind ebenfalls zu stark durchgehalten, und zeigen die grofse Fer-tigkeit, welche er schon erlangt hat. Ich finde zwischen ihm und Wachdurchaus nichts Übereinstimmendes, wiewohl er zu dessen ausgezeichnete-sten Schülern gehört. Neben seinem Verdienste als Künstler, besitzt er dasder Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit. Diese Eigenschaften malen sichin seinen Werken und erhöhen ihren Werth.
XXI.
JACOB (ISAAK), AUS BERLIN; GEGENWÄRTIG (1839) 27 JAHR ALT.
Unermüdlicher und gewissenhafter Fleifs in allen seinen Studien habenihn in sehr kurzer Zeit so weit gebracht, Selbsterfundenes darstellen zukönnen. Er hat mehreres davon in Öl ausgeführt und darin zugleich Ta-lent als Colorist gezeigt. Unter diesen Werken hat man mir eine Sceneaus der Frithiofssaga *, und zwei andere genannt, welche Figuren in Grie-chischem Costüm darstellen. Im Jahre 1833 ging er nach Düsseldorf, undmalte dort: Adam und Eva nach der Vertreibung aus dem Paradiese; sehrsorgfältig ausgeführte Fruchtstücke, und verschiedene Genrebilder. Jetzt(1837) hält er sich in Paris auf, wo er seine Kunststudien eifrig und be-harrlich fortsetzt. Er war im Jahre 1828 in Wachs Atelier getreten.
* Altnordische Saga, deren Held Frithiof ist. Dieselbe ist von Tegner Schwedisch gedich-tet und von Amalia Helwig, gehornen von Imhof, ins Deutsche übersetzt worden.