51
GESCHICHTSMALER.
Kaselowsky und Burggraf, haben bei der Bewerbung den Preis erhalten.Zu seinen Schülern gehören auch Pohlke, Wagner, Löwenstein, Moser,Ratti, Karing, Domschke, Rosenfelder u. a. m.
XVII.
HERBIG (WILHELM), AUS POTSDAM.
Er zählt einige vierzig Jahre, und ist Professor und Mitglied der Aka-demie. Er hat die Feldzüge von 1813 und 1814 mitgemacht, und nachderen Beendigung, für den König die Schlacht von Culm, aufserdem nochmehrere andere Kriegsscenen aus jener Zeit gemalt. Aufser seinen Bild-nissen, deren er eine grofse Anzahl ausgeführt, hat er selber mir die fol-genden Werke namhaft gemacht:
Eine Madonna.
Der Auszug.
Die Wafserflut; Eigenthum des Prinzen Karl von Preufsen.
Die drei Grazien.
Die Spinnerin; im Besitz des Königs.
Die Witwe von Missolonghi.
Nymphen in einem Walde.
Mehrere Familiengemälde, und Studien nach der Natur.
Die Anzahl der Schüler, die in seinem Atelier arbeiteten, beläuft sichgegenwärtig auf sechs und zwanzig. Er sucht ihre Studien in Überein-stimmung mit dem Systeme der Akademie zu leiten, und er hält dafür,dafs das Zeichnen und Malen nach der Natur die beste Grundlage desUnterrichts sei. Seine Bildnisse, die ich auf der Ausstellung von 1838 ge-sehen, haben mich sehr wenig befriedigt.
Von seinen Schülern hat er mir folgende genannt: Burggraf, Genre- undPortraitmaler; Albert Köhler, Geschichtsmaler, der, wiewohl noch jung,