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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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BERLIN.

XVI.

HENSEL (WILHELM), AUS TREBBIN; GEBOREN 1794.

Er ist der Sohn eines Predigers. Schon in seiner zartesten Jugend ent-wickelte sich in ihm der Sinn für die Kunst. Bevor noch der mindesteUnterricht ihm zu Theil werden konnte, suchte er schon alles, was sich sei-nen Blicken darbot, nach der Natur zu zeichnen. Seine Eltern jedoch, dieihn dereinst im Staatsdienste angestellt zu sehen wünschten, bestimmtenihn für das Bergwesen, und in seinem sechzehnten Jahre wurde er nachBerlin geschickt, um dieses Fach daselbst zu studieren. Als sein Vaterbald darauf starb, vermochte nichts mehr, ihn abzuhalten, sich ausschliefs-lich der Kunst hinzugeben. In diesem Entschlufse bestärkte ihn der Di-rector der Akademie, Frisch, und auf dessen Rath widmete er sich demStudium der Perspective und der Anatomie, und den übrigen Zweigen derKunst, dabei lediglich seiner eigenen Richtung folgend.

Auf der Ausstellung im Jahre 1812 sah man seine ersten Ölbilder: einenbetenden Christus auf dem Ölberge; sein eignes Bildnis, und mehrere Skiz-zen. Ich habe das erstgenannte Werk von ihm gesehen und darin ein glück-liches Motiv, einen religiösen Charakter und Gefühl wahrgenommen. DieseVersuche erwarben ihm eine Gratification von Seiten der Akademie. DieJahre 1813, 1814 und 1815 wurden mitten in den Lägern und Schlachtenverlebt. Er war Offizier geworden; aber gleich nach dem Kriege legte erdas Kriegskleid ab und griff wieder zum Pinsel. Seine ersten Bestrebun-gen nach seiner Rückkehr zur Kunst hatten keinen, der Gröfse seines Ei-fers entsprechenden Erfolg: die Dichtkunst ward für ihn eine nützliche Er-holung; seine Verse fanden Beifall, während sein erstes, nach dem Feld-zuge zur Ausstellung gegebenes Gemälde kein sonderliches Glück machte.Er schwankte einen Augenblick zwischen Malerei und Dichtkunst, aber