42
BERLIN.
über, wo er das Opfer Abrahams, Rinaldo und Armide, zwei Bilder ausdem Leben des Tobias, und mehrere Bildnisse malte. Hierauf begab er sichnach Düsseldorf, wo er seine Arbeiten unter Schadows Leitung fortsetzteund gute Fortschritte machte. Seit 1834 ist er wieder in Berlin, wo erschon mehrere Bilder von verschiedener Gröfse gemalt hat; unter andern:Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, wie sie aus der Wartburg vertriebenwird. Die Figuren dieses Bildes haben zwei Drittel Lebensgröfse. Im Jahre1837 arbeitete er an einer reichen Compositum aus dem Leben Luthers;ich weifs nicht, ob dieses Gemälde vollendet worden ist. Er hat kürzlichein Familiengemälde beendigt, welches acht Kinder des Maschinenbauers,Herrn Egels zu Berlin, in einer Weinlaube darstellt. Sein Aufenthalt inBerlin scheint der Entwicklung seines Talents minder günstig, als der Auf-enthalt in Düsseldorf, und ich kann seine im Jahre 1838 und 1839 zur Aus-stellung gegebenen Gemälde nicht loben.
XII.
GOTTHARD (JOSEPH), AUS TRIER; GEGENWÄRTIG (1839) IN EINEM
ALTER VON 38 JAHREN.
Ein vortrefflicher Perspectivzeichner. Er hat die Werkstatt Wachs mitallen seinen damaligen Schülern gemalt; ich selbst habe dieses Gemälde nichtgesehen, aber es loben gehört.
Man hat mir von demselben Maler noch zwei Gemälde genannt: einenApostel Petrus, der sich jetzt in der Garnisonkirche zu Potsdam befindet;und eine Scene aus Goldschmieds Töchterlein* Er lebt gegenwärtig inKoblenz. Wach zählt ihn zu seinen ältesten Schülern, indem er schon imJahre 1821 in sein Atelier trat.
Eine Ballade von Unland.