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FLORENZ.
bestimmtes Bild mit bestimmten Äufserlichkeiten vor Augen hat, höchstmislich ist.
Mehr noch als Ricci dem Canova folgend, arbeitet Pozzi, dessen GruppeJupiter und Antiope ein in dieser Weise ausgezeichnetes Werk ist.
Nach oder neben ihnen trat Bartolini hervor, zuerst mit der Lösung einerAufgabe, die neuerdings Bienaime in Rom sich wieder gestellt hat. Es istdiefs die nachmals in Besitz des Herzogs von Devonshire gekommene Bac-chantin, ein in technischer Beziehung vollendetes Werk, bei dem sich aberdie Kunst gesträubt zu haben scheint, dem Gedanken zu entsprechen, da indem schönen, dahingegofsenen Leibe von der Wirkung des berauschendenNaturgottesdienstes wenig wahrzunehmen ist. Bartolini's Ruhm ist inzwi-schen ins Unglaubliche gestiegen, und seine Landsleute nennen ihn denersten Bildhauer Europa's. Das Werk, das ihn zu dieser Höhe gehobenhat, ist eine Caritä, eine Mutter mit zwei Kindern, deren eins in ihrenArmen schläft, während sie das andre im Lesen unterweist, so dafs phy-sische und psychische Pflege in der Gruppe ausgesprochen ist. Diese zarte,fast durchsichtige Symbolik tritt noch bei weitem mehr hervor in einerseiner letzten Arbeiten, einer dem Andenken des Marchese Trivulzio inMailand von seiner Gattin gewidmeten Statue. Ich habe das Werk nichtgesehen, und lafse deshalb einen glaubwürdigen Berichterstatter, HerrnA. Reumont, hier sprechen: »Diese Statue personifiziert das Vertrauen inGott (fiduxia in DioJ, in der Gestalt einer zarten Jungfrau von kaumachtzehn Jahren. Ganz einfach und nackt, ohne allen andern Schmuck,als den ihr glattgestrichenes, im Nacken zusammengebundenes Haar ihr ver-leiht, kniet sie, auf den Fersen sitzend, auf einem zierlichen Piedestal.Auf den Schenkeln, gegen das Knie herab, sind die Hände eher zart ineinander geschlofsen, als gefaltet; und während der Obertheil des Leibesmit einer leichten Biegung nach vorn geneigt ist, weicht der Hals ganzwenig auf der linken Seite aus. Der Kopf ist gen Himmel gerichtet, undin ihm ruht, unbeweglich und fest, das Auge. Bartolini würde es übel