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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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AUSFLUG NACH ITALIEN.

scheint, ist Cochetti Romano. Leider ist er fast ganz unbeschäftigt, dasWenige aber, was er ausgeführt, spricht sehr zu seinem Lobe. In derVilla Torlonia hat er einen Saal mit kleinen Figuren allgemeinen Inhaltsal fresco ausgemalt: schwebende, tanzende, spielende Gestalten. In die-sen spricht sich ein eigner Blick in die Natur, richtige Auffafsung der Be-wegungen, Sinn für zartere Formen und eine edlere Behandlung, vornäm-lich bei den Kindergruppen, denen ein wirklicher Reiz, auch im Colorit,nicht abzusprechen ist, deutlich aus. Ist er gröfseren Arbeiten in demMaafse gewachsen, wie er diese kleinen ausgeführt hat, so ist, wenn sieihm sonst zu Theil werden, von ihm vor der Hand das Meiste für dieneue Richtung der Malerei zu erwarten.

Neben ihm ist noch der oben erwähnte Bianchini zu nennen, ein Mannvon grofser Einsicht und einem vorzüglich schönen schriftstellerischen Ta-lent. Unter seinen Zeichnungen sind namentlich diejenigen zum Decame-rone des Boccaccio voll Erfindung und Laune.

DIE AKADEMIE ST. LUKAS.

Die Kunstakademie, die sich nach dem Schutzheiligen der Maler benennt,zählte zu Anfange des Jahres 1838, eilf Profefsoren und dreihundert dreiund vierzig Schüler; unter der Präsidentschaft des Ritters Antonio Sola,eines Spanischen Bildhauers, der seit langen Jahren in Rom ansäfsig ist.Der Profefsor Betti ist Secretär der Akademie.

Die Bildhauerschule steht unter der Leitung Thorwaldsens und des Pro-fefsors Tenerani; sie zählt achtzehn Schüler.

Director der Malerschule ist der Ritter Filippo Agricola; sie zählt sech-zehn Schüler.