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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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ROM.

Noch hat er sich durch keine gröfsere Arbeit hervorgethan; allein das We-nige, was man in seiner Werkstatt sieht, noch mehr aber das Gemüth-volle seines ganzen Wesens, in Verbindung mit einem nicht unbedeutendentechnischen Talente, berechtigen, wenn auch nicht zu grofsen, doch zuschönen Erwartungen.

Die Klippe, woran so leicht jüngere Talente zu Grunde gehen, ist dieBerechnung auf den Erfolg ihrer Bestrebungen. In diesem Falle schliefsensie sich immer wieder der herrschenden Vorstellungsweise, der Fafsungs-kraft des Publikums an; und wenn ihnen sogar einmal in glücklicher Stim-mung ein grofser Gedanke erscheint, so fehlt es ihnen an Muth, ihn zufafsen, ans Furcht, einsam damit unter der Menge zu stehen. Dann fällt derKünstler unter sich selbst hinab, und seine Gedanken ziehen in der Ebenedes Marktes ruhig fort. Consoni hat den Homer abgebildet als Sänger sei-ner unsterblichen Gedichte, aber nicht vor dem Volke, dem er seinen Him-mel aufgeschlofsen, sein Vaterland geschenkt und Lust zu Thaten erzeugthat, sondern wie die Alte in Grimms Volksmährchen, im Familienkreise.

Nur nie edle Kräfte an kleine Gedanken gesetzt! Wo die Hände weiterreichen als die Augen, der Buchstabe gröfser ist als das Wort, das Wortbreiter als der Gedanke, wird organische Entwickelung unmöglich *.

Was bei den Puristen am meisten auffällt, das ist, gegenüber der demItalienischen Talente ganz eigenthümlichen Bravour in der Technik, einescheue, ja ängstliche Behandlungsweise, eine fast miniaturmäfsige Sorgfaltder Ausführung, die, so wenig sie das Auge befriedigt, doch vielleicht daseinzige zuverläfsige Zeichen einer befsern Richtung ist, wenn sie sonst dieFolge einer gröfseren, dem Gegenstande geschenkten Liebe und nicht blofsmisverstandene Nachahmimg oder Absicht ist.

Derjenige unter den Römischen Puristen, der sich am freiesten zu bewegen

* Ich versiehe diese ganze Stelle nicht; sie ist ein Beispiel einer Schreibart, welcher manhäufig bei uns begegnet, die man aber, wie mich dünkt, vermeiden sollte. Dieselbe Bemer-kung hätte ich hier schon mehrmals wiederholen können. (Der Vcrfafscr dieses Werkes.)