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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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AUSFLUG NACH ITALIEN.

neuen Architektur in Rom zu geben; nur mit wenigen Ausnahmen einzel-ner Privatgebäude von angenehmen Dimensionen und einfacher Zeichnung,trägt Alles, was in diesem Gebiete geschieht, dasselbe Gepräge, und machtkeinen Anspruch, mit irgend etwas Grofsem aus Vergangenheit und Gegen-wart verglichen zu werden.

III.SCULPTUR.

Wenn man von S. Giacomo nach der Ripetta geht, kömmt man an einlanges niedriges Haus, dessen Aufsenwände mit Fragmenten antiker Bild-hauer- und Ornamentenkunst aufs Seltsamste geschmückt sind: es ist dasStudium Canova's. Das Andenken dieses ausgezeichneten Mannes lebt, wiedas eines Heiligen, im Munde des Volkes; kein Wunder, dafs auch seinekünstlerischen Bestrebungen, trotz dem durchdringenden Einflufse Thor-waldsens, noch immer in einzelnen Freunden und Schülern fortleben. Un-ter diesen nennt man zunächst, und zwar nicht allein als Erben seinerKunstrichtung, sondern sogar seiner Werkstatt, Rinaldi aus Padua undGhiallo. Ersterer hat noch unter Canova selbst gearbeitet, ein fleifsiger,freundlicher Mann. Seine Hauptwerke sind: die Marmorstatue der Jung-frau von Orleans, ganz gerüstet stehend, mit der Fahne in der Linken, einweiblicher Ritter, für Paris bestimmt; und der Heilige Stephan, kolossaleMarmorstatue, für die wiederhergestellte Paulskirche bestellt. Auch anGrabmonumenten, wie an freundlichen Haus- und Gartenverzierungen istseine Werkstatt nicht arm.

Ghiallo, der die andre Hälfte des Canova'schen Studiums einnimmt, ar-beitet gegenwärtig an einem Grabmonument des verstorbenen Torlonia,

kann. Übrigens weichen die Kunsturtheile häufig so weit von einander ab! Die Werke, dieHerrn Förster so misfallen, finden ohne Zweifel eifrige Bewunderer. (Anmerkung des Ver-fafsers dieses Werkes.)