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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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AUSFLUG NACH ITALIEN.

Schule, die ihre Probe in einem Overbeck und Cornelius abgelegt hat? Unddoch sagt man uns, dafs diese die grofsen Meister des Cinquecento, dieden Gipfel der Vollkommenheit erreicht haben, nachahmen! Welch ein Wi-derspruch! Freilich fügt man hinzu, dafs diefs nur von ihren Reden gelte;denn in ihren Werken sei keine Spur von Purismus. Und warum kann mannicht zugeben, dafs Worte und Werke übereinstimmen, und dafs, um bei dengrofsen Meistern des Cinquecento anzukommen, man die enge Strafse desPurismus gehen müfse? Noch unlängst hat uns ein grofser ItalienischerKünstler, die Ehre unsers Jahrhunderts, gesagt: »Wehe dem, der nach Aus-zeichnung strebt, und einen andern Weg geht! Wer dem Rafael folgen will,mufs die von ihm gewählte Strafse einschlagen!« Nun, was ist diese Strafseanders, als das Studium des Giotto, des Masaccio, des Perugino und allerGrofsen vor dem GrOsten? »Dürftigkeit, Magerkeit, Geistesarmut« sind dieheutzutage üblichen Bezeichnungen für die Quattrocentisten. Gott verzeihedenen, die sie dafür gebrauchen! — mir klingen sie wie Gotteslästerung.Ein Glück für uns, dafs nicht alle Meister Italiens so denken; im Gegen -theil fangen schon einige an, die Idee vom Purismus aufzufafsen, welcherallein die Kunst ihrer Vollendung zuführen kann. Ich hoffe, dafs der guteGeist der jungen Künstler sie bestimmen wird, der durchs Beispiel unter-stützten Lehre der Meister zu folgen, sei's, dafs sie sich im Werke aus-spricht, oder im Worte.«

IL

ARCHITEKTUR.

Sehen wir uns nun nach den Aufgaben um, die der neueren Kunst inRom gestellt worden, so treten vor allen die Aufträge der Regierung her-vor. Ich spreche nicht von jenem grofsartigen und glücklich durchgeführ-ten Unternehmen, dem Anio bei Tivoli einen andern Lauf vorzuschreiben;nicht von den ununterbrochenen Restaurationen an Kirchen und Aquäducten;