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DRITTE BEILAGE. D.
2) Wie die Helden mit Brunhilden aus Isenland heimkehren, und diese von Frau Ute undChriemhild begriifst wird '.
3) Siegfrieds Vermählung.
4) Wie Siegfried Chriemhilden die Bezwingung der Brunhild erzählt, und ihr die Kleinode(Gürtel und Ring) giebt 2 .
Im dritten Bilde giebt Brunhild ihre Unzufriedenheit mit der Vermählung Siegfrieds zu er-kennen. Im Liede wird davon erst gesprochen, als das Hochzeitsmahl beschrieben wird.Der Grund von Brunhildens Zorn ist Eifersucht; was im Liede nicht hervorgehoben wird,aber aus den älteren Sagen zu ersehen ist, welche ein vorangegangenes Verhältnis zwischenSiegfried und Brunhild erzählen. Deshalb wird auch Siegfried bei seiner Ankunft in Isen-land erkannt von Brunhild und ihren Frauen. Der im Gedicht angegebene Grund, dafs sichBrunhild über jene Verbindung ärgere, weil Siegfried Günthers Dicnslmann sei, erscheintnicht zureichend.
Diesen grofsen Darstellungen sind kleinere Bilder beigegeben, welche in reichen, mit Frucht-gehängen geschmückten Teppichen angebracht sind, und folgende Gegenstände enthalten:
a) Wie der Bote Chriemhilden Siegfrieds Thaten im Sachsenkriege erzählt.
b) Wie die Helden zu Schiffe gehen.
c) Siegfried und Chriemhild als König und Königin.
d) Chriemhild reicht ihrem Gemahl sein Knäblcin.
Die beiden letzten Gegenstände gehen zwar über die oben angedeuteten Gränzen der Dar-stellung dieses Saals hinaus, sind aber nur als untergeordnete Andeutungen der Zukunft zubetrachten.
Die Decke, ein Tonnengewölbe, ist durch einen reichen (gemalten) Teppich geziert, mitpassenden Emblemen. Die Ausschmückung des ganzen Saals trägt einen festlichen Charak-ter an sich.
DRITTER SAJV1.
SIEGFRIEDS TOD.
Um den Grundgedanken der in diesem Saale enthaltenen Darstellungen auszusprechen, sollin der Mitte der Decke der Traum der Chriemhild von dem Falken und den Adlern darge-stellt werden.
Über dem Wandgesimse befinden sich zwölf Lüuettcn, welche einen Cyclus von Darstel-lungen, die das ganze Hcldenleben Siegfrieds umfafsen, aufnehmen sollen, um im Angesichteseines Todes noch einen Überblick seines Lebens zu gewähren. Hier finden die im Liedeeingeschalteten Erzählungen vom Kampfe mit dem Drachen, von der Erwerbung des Nibe-lungenhorts u. s. w., die sich zu gröfseren Darstellungen nicht eigneten, Berücksichtigung.
An der Decke wird die geheimnisvolle Welt des Erdgeistes angedeutet, und der Nibelun-gen-Schatz ausgebreitet.
Nach der altern Nordischen Sage weifsagte Fafner, der in Lindwurmsgestalt auf dem Goldelag und durch Sigurd zum Tode verwundet wurde, diesem Tod und Verderben, das dernun gewonnene Schatz über ihn bringen werde. Der Gedanke ist wohl der, dafs über-grofser Schatz Habsucht und Neid der Menschen erregt, und dadurch seinen Besitzern am
1 Vergl. die Abbildung oben S. 321.
2 Vergl. die Abbildung oben S. 319.
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